EX-„BACHELOR“ JAN KRALITSCHKA ÜBER SEINE AUFGABE ALS JUROR IN DER NEUEN STAFFEL VON „CURVY SUPERMODEL“ BEI RTL 2

„Mir geht es nicht um Äußerlichkeiten“

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Modelt selbst: „Curvy Supermodel“-Juror Jan Kralitschka (42). Foto: RTL 2

Kleidergröße 42 und „Topmodel“? Worüber Heidi Klum müde lächeln würde, ist für RTL 2 kein Problem.

Hier startet heute um 20.15 Uhr die dritte Staffel „Curvy Supermodel“, in der etwas üppiger ausgestattete Frauen um die Gunst der Jury, einen Modelvertrag und das Coverfoto eines Magazins kämpfen. Erstmals als Juror dabei ist Jan Kralitschka, Anwalt, Model und einst „Bachelor“ von RTL. Warum ausgerechnet er sich auf die Suche nach den Superkurven macht, erzählt der 42-Jährige im Interview.

-Herr Kralitschka, ich hätte Sie ehrlich gesagt eher bei den perfekten Topmodels von Heidi Klum erwartet als bei den „curvy“ Models. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Ich finde, ich passe da sehr gut rein. (Lacht.) Die Macher von „Curvy Supermodel“ wollten gerne eine Jury haben, in der jeder Model-Erfahrung mitbringt. Und ich bin seit 15 Jahren ein klassisches Männermodel. Viele Zuschauer glauben, ich hätte erst nach dem „Bachelor“ angefangen zu modeln. Stimmt aber nicht. Ich mache das schon sehr lang und freue mich darauf, mein Wissen an die Kandidatinnen weiterzugeben.

-Was möchten Sie ihnen vor allem beibringen?

Dass man sich entwickeln kann, dass man an seinen Aufgaben wachsen und selbstbewusster werden kann. Ich erinnere mich an meine eigenen Anfänge als Model. Da hatte ich nämlich gar nicht so viel Selbstbewusstsein. Aber je öfter ich vor der Kamera stand, desto besser wurde es. Das ist eine tolle Erfahrung, und ich wünsche mir, dass es den Models bei uns auch so geht.

-Stehen Sie persönlich auch auf kurvenreiche Frauen?

Ich muss da ganz generell antworten: Mir tun Männer leid, die Frauen nach bestimmten Kriterien auswählen. Nach dem Motto: Ich mag nur blonde Frauen oder brünette. Für mich macht die Ausstrahlung die Attraktivität aus, das Selbstbewusstsein, die Lebensfreude, das Funkeln in den Augen. Das macht für mich einen Menschen und damit auch eine Frau attraktiv. Mir geht es nicht um Äußerlichkeiten. Und ich finde auch, dass es Zeit wird, dass junge Mädchen endlich ein anderes Schönheitsideal präsentiert bekommen.

-Und sich nicht auf Kleidergröße null runterhungern wie es die „Meedchen“ bei Heidi Klum tun?

Ja, wobei mein Appell nicht ist, dass Mann oder Frau sich jetzt völlig gehen lassen soll. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man, nur weil man füllig ist, „Curvy Model“ werden kann.

-Inwiefern?

Die Kurven müssen schon an den richtigen Stellen liegen. Und das geht eigentlich nur, wenn man seinen Körper mit Sport in Form bringt oder hält.

-Sie haben einen erwachsenen Sohn, der Philosophie studiert, und eine neunjährige Tochter. Wie gehen die mit Ihrem Job um?

Die finden das beide total normal, zumal die Mama meiner Tochter auch Model ist. Mein Sohn hat einen fast ironischen Umgang mit meinem Job.

-Inwiefern?

Als ich für den „Bachelor“ angefragt wurde, gab es zwei Menschen, die ich um ihre Meinung gebeten habe. Meinen Model-Agenten und meinen Sohn. Mein Agent war dafür. Und mein Sohn meinte nur: „Ach, Papa, ich hab Dich schon so oft in Unterhose auf irgendwelchen Verpackungen gesehen, dann kannst du auch beim ,Bachelor‘ mitmachen.“ (Lacht.)

-Und das Töchterchen findet es cool, dass ihr Papa nun bei einer Modelshow mitmacht?

Ich denke, sie wird es sich schon anschauen. Viele Kids interessieren sich ja für Castingshows. Da ist sie keine Ausnahme. Wichtig war mir aber nicht zuletzt wegen meiner Tochter, dass ich in einer Castingshow mitmache, in der niemand niedergemacht wird oder wo es darum geht, jemanden zu brechen. Bei uns geht es darum, die Stärken in den Vordergrund zu stellen. Das ist es, was mir gefällt.

Das Gespräch führte Stefanie Thyssen.

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