ARD macht der „Tagesschau“ Beine

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Herr mit Unterleib: „Tagesschau“-Sprecher Jan Hofer.

Künftig sollen die Sprecherinnen und Sprecher auch einmal. seitlich neben dem Pult stehen.

Es gibt Neues von der „Tagesschau“. Von diesem Sonntag an werden die Sprecher nicht mehr die ganze Sendung über hinter dem Pult stehen, sondern nach dem Wetterbericht auch einmal seitlich daneben. Das sagte „ARD aktuell“-Chefredakteur Kai Gniffke am Freitag dem „Tagesspiegel“ in einem Interview: „Erstmals seit 63 Jahren werden die Zuschauer die Beine des ,Tagesschau‘-Sprechers sehen. Das ist eigentlich eine kleine Veränderung, aber für die ,Tagesschau‘ sind auch kleine Schritte eine große Sache.“

Die neue Präsentation wird es nach den Worten von Gniffke nur am Ende der Sendung geben: „Wenn die Sprecherinnen und Sprecher nach dem Wetterbericht die Schwerpunkte der ,Tagesthemen‘ ankündigen, werden sie seitlich am Tisch stehen, so dass wir die Themenankündigung mit großformatigen Fotos auf der Medienwand illustrieren können. Dann folgt der Abspann, und die Präsentatoren sind von Kopf bis Fuß zu sehen.“

„ARD aktuell“ hatte, um für die Neuerung zu werben, in den „Tagesthemen“ am vergangenen Sonntag eine Puppe ohne Oberkörper aufgestellt. Viele Zuschauer rätselten darüber, vermuteten eine Panne. Mit der Neuerung einher gehe „die bereits eingeleitete inhaltliche Entwicklung zu mehr Erklärung und Vertiefung in der ,Tagesschau‘“, so Gniffke.

Zuletzt hatte es im vergangenen Jahr große Veränderungen beim Nachrichtenklassiker gegeben. Sprecher präsentieren das Weltgeschehen seither aus einem moderneren Studio, zudem wurde die klassische „Tageschau“-Fanfare neu arrangiert. „Die Zeiten von Jeans und Fellstiefeln oder Turnschuhen untenrum sind jedenfalls vorbei“, kommentierte „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers (39). Christof Bock

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