Liebe zur zeitgenössischen Kunst

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Gratulierten zum Generationenwechsel bei Sotheby’s: Dr. Goswin von Mallinckrodt mit Gattin Gabriele. Foto: Heinz Weissfuss (2)

Sotheby’s Deutschland . Hochadel kommt zum Stabwechsel von Heinrich Graf von Spreti an Nicola Gräfin Keglevich in Münchner Niederlassung.

Von Linda von Beck

Mit einem großen Empfang in ihren Geschäftsräumen am Odeonsplatz läutete das renommierte Auktionshaus Sotheby’s am Montag den Generationswandel ein: Nach 29 erfolgreichen Jahren übergab der Präsident der Sotheby’s Deutschland GmbH, Heinrich Graf von Spreti, das Zepter der Münchner Niederlassung an die Kunsthistorikerin Nicola Gräfin Keglevich. „Es ist kein endgültiger Abschied“, versicherte er den 200 geladenen, vor allem adeligen Gästen. „Ich trete nur kürzer und habe jetzt mehr Zeit, meinen vielfältigen Interessen nachzugehen.“ „Dienstag, Mittwoch und Donnerstag werde ich den Kunden aber weiterhin zur Verfügung stehen“, versicherte er.

Auch für Gräfin Keglevich ist es kein kompletter Neuanfang, sie ist schon seit 2007 als Assistentin von Graf Spreti für das Auktionshaus tätig und genießt das volle Vertrauen der Kunstkenner und Kunstinteressierten. „Meine Liebe gehört der zeitgenössischen Kunst und ganz jungen Künstlern wie Sebastian de Ganey“ sagt sie.

Für Mietwagen-Queen Regine Sixt, die sich für moderne Kunst begeistert, ist Sotheby’s eine ideale Anlaufstelle: „Ich habe schon einige herrliche Objekte hier ersteigert. Ich biete immer zum Schluss, so wird es am preiswertesten“, scherzte sie. Aber zur Zeit ist Kunst für sie nicht so wichtig, da sie sich auf den Familienzuwachs freut. Im Mai erwarten Sohn Alexander und seine Gattin Andrea ihr erstes Kind (ein Mädchen), und im Sommer heiratet Sohn Constantin seine Verlobte Noni Wolf. „Wo die Hochzeit stattfindet, wissen wir noch nicht. Die beiden suchen noch einen besonderen Standort“, erzählte sie. Vielleicht gibt’s dann ja ein Kunstwerk zur Hochzeit.

Mit Kunst und Antiquitäten aufgewachsen ist Christa Prinzessin von Preußen. „Als ich noch meinen Antiquitätenladen- und Handel hatte, habe ich mit Heinrich und Sotheby’s erfolgreich zusammengearbeitet“, erinnert sie sich. Als Inneneinrichterin habe ich sogar die Räumlichkeiten von Sotheby’s am Odeonsplatz eingerichtet. Es waren schöne Zeiten“, strahlte sie. Inzwischen aber lebt die Prinzessin zurückgezogen am Tegernsee. „Aber für die Kunst interessiere ich mich immer noch!“

Aus der Kunstszene nicht wegzudenken, ist die Sammlerin Bigi Schuler-Voith, die mit ihrem Ex-Ehemann und guten Freund, Dr. Robert Schuler-Voith, herzlich zum Generationswechsel gratulierte. „Ich habe nur eine Sucht, und das ist Kunst sammeln!“, gestand sie. „Keine Auktion ist vor mir sicher.“

Die Stimmung bei diesem Empfang war fröhlich, ja fast familiär. Man kannte sich ja von vielen Auktionen oder Familienfesten – der Adel ist eben bestens vernetzt!

Es gratulierten außerdem u. a.: Anna Prinzessin in Bayern, der Chef der Schlösser und Seenverwaltung, Bernd Schreiber, Kunstsammlerin Ingeborg Pohl, Ex-Bavaria-Boss Dr. Dieter Frank mit Gattin Barbara, Dr. Mark Wössner mit Lebensgefährtin Christiane Link, Mathilde von Waldburg-Zeil, Anwältin Sabina Frohwitter, Unternehmer Victor Erdmann, Gastronomin Stephanie Kuffler, die Chefin des Bayerischen Nationalmuseums, Renate Eikelmann sowie Medien-Mogul Herbert Kloiber.

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