Leben in zwei Welten

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Chimamanda Ngozi Adichie stellt „Americanah“ vor. von thomas maier.

Als Autorin ist die Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie erst in den USA groß herausgekommen – und dort wurde ihr auch erstmals bewusst, wie wichtig offenbar ihre Hautfarbe ist. „Ich habe mich nie als Schwarze empfunden“, sagte die 36-Jährige zum Auftakt ihrer Lesereise durch Deutschland und die Schweiz, bei der sie ihren aufsehenerregenden neuen Roman „Americanah“ vorstellt.

Beim Studium in den USA sei ihr bewusstgeworden, dass dort Leistungen von Schwarzen immer etwas Besonderes seien, berichtete Adichie ihren Lesern im Literaturhaus in Frankfurt am Main. In Nigeria mache sich darüber niemand Gedanken, sagte die Schriftstellerin. Ihr Epos „Americanah“ (S. Fischer, 604 Seiten; 24,99 Euro) ist nicht nur in Deutschland auf große Resonanz gestoßen. Im Roman setzt sich Adichies Protagonistin Ifemelu, die an einer Eliteuni in den USA studiert, mit dem dortigen Rassismus und der Korruption in Nigeria gleichermaßen auseinander. Zugleich geht es im Buch um eine Liebe zwischen den Kontinenten.

Ihr Leben in den USA sei einfacher gewesen als das von Ifemelu, berichtete Adichie. Sie ist Absolventin der amerikanischen Top-Universität Yale, lebt aber jetzt wieder meist in der nigerianischen Metropole Lagos. „Americanah“ werden die Nigerianer genannt, die in ihre Heimat zurückkehren.

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