EUROPAS FILMSCHAFFENDE MACHEN SICH FÜR INHAFTIERTEN KOLLEGEN STARK

„Lasst Oleg nicht sterben!“

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Oleg Senzow

Die Europäische Filmakademie hat sich erneut für den inhaftierten ukrainischen Regisseur Oleg Senzow (Foto: Arkady Budnitsky/dpa) eingesetzt.

Der 41-Jährige war Mitte Mai in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. „Wir machen uns große Sorgen und verlangen erneut, dass seine Sicherheit gewährleistet wird und er sofort und bedingungslos freigelassen wird“, erklären Agnieszka Holland und Wim Wenders für den Akademie-Vorstand. Unterstützt wird der Appell, sich in Sachen Senzow an die Politik zu wenden, von weiteren Regisseuren, darunter unter anderen Ken Loach, Aki Kaurismäki, Volker Schlöndorff und Bertrand Tavernier. „Lasst Oleg nicht sterben!“, heißt es aus der Filmakademie, die als Stimme der Kinoschaffenden in Europa gilt.

Oleg Senzow ist seit dem Jahr 2014 in Russland inhaftiert. Er will den Hungerstreik laut Medienberichten erst beenden, wenn alle ukrainischen politischen Gefangenen, die sich auf dem Territorium der Russischen Föderation befinden, freigelassen sind. Der Filmemacher, der 2012 „Gamer“ drehte, wurde nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 von einem russischen Gericht trotz internationaler Proteste zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, Anschläge vorbereitet und verübt zu haben. Senzow, der im Nordwesten Sibiriens seine Haftzeit absitzt, bestreitet dies vehement.  dpa

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