Kultur in Kürze

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Theaterakademie spielt in Bayreuth. Über eine besondere Ehre darf sich die Theaterakademie August Everding freuen.

Sie bestreitet am 12. April 2018 die Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth. Das Münchner Ensemble führt Johann Adolph Hasses „Artaserse“ auf – eine sehr beziehungsreiche Stückwahl: Eben jene Oper wurde 1748 gespielt, als Markgräfin Wilhelmine erstmals in das barocke Schmuckstück bat. Beim Gastspiel der Akademie dirigiert Michael Hofstetter die Hofkapelle München, es inszeniert Balázs Kovalik. Das Bayreuther Haus soll im Frühjahr 2018 nach über fünfjähriger Renovierung wieder bespielt werden. Drei Vorstellungen von „Artaserse“ sind in Bayreuth geplant, danach ist die Aufführung der Theaterakademie im Münchner Cuvilliéstheater zu sehen.

Bühnenverein will mehr Politik wagen

Die deutschen Theater und Orchester wollen mit ihren Mitteln stärker auf die Demokratie einwirken. „In einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen und Zerrissenheit wird der kulturelle Austausch immer wichtiger“, erklärte Ulrich Khuon, der Präsident des Deutschen Bühnenvereins. Auf der Jahrestagung des Verbandes in Dresden werde man darüber sprechen, wie kultureller Austausch nachhaltig gestaltet werden könne. Bei dem Treffen am 9. und 10. Juni werden sich rund 250 Intendanten, Verwaltungsdirektoren und Kulturpolitiker auch mit Rechtspopulismus befassen. Die Tagung findet erstmals unter der Leitung des neuen Führungsduos Ulrich Khuon (Präsident) und Marc Grandmontagne (geschäftsführender Direktor) statt, das seit Januar im Amt ist. „Wir wollen eine Stärkung der Kulturpolitik. Wir wissen aber auch, dass die Kultur sich genau wie andere Bereiche einem stetigen Aushandlungsprozess stellen muss“, sagte Grandmontagne.

Gutenberg-Presse druckt Bibel nach

Mit einer Hommage an Johannes Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks feiert das Genfer Museum der Reformation den 500. Jahrestag der Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen. Der Schweizer Pierre-Yves Schenker baute dafür eine Gutenberg-Presse nach. Mit dieser können Besucher unter Anleitung eine französischsprachige Bibel im Format des 16. Jahrhunderts drucken. Bebildert wird die Bibel, die als Unikat gebunden werden soll, von zeitgenössischen Künstlern wie John Armleder, Marc Bauer, Vidya Gastaldon und Mai-Thu Perret. Luthers Thesen hätten erst durch Gutenbergs Maschine Widerhall gefunden, sagte Museumsdirektor Gabriel de Montmollin. Sein Haus feiere den Buchdruck als bahnbrechende Erfindung zwischen der Schrift und der Entstehung des Internets. Die Ausstellung läuft vom 4. Juni bis 31. Oktober. Zudem werden mehrere Bestseller aus den Anfängen des Buchdrucks gezeigt, darunter die „Geschichte der Tiere“ von Conrad Gassner aus dem Jahr 1558.

Zurück zur Übersicht: Kultur & TV

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare