Kultur in Kürze

Harper Lee genervt von Capotes Lügen. Ein Jahr nach Harper Lees Tod enthüllt ein Buch, was die Pulitzer-Preisträgerin von ihrem Kindheitsfreund und späteren Kollegen Truman Capote gehalten hat.

„Sein notorisches Lügen lief etwa so ab“, schrieb Lee 2006 an den Historiker Wayne Flynt, „wenn du ihn gefragt hättest, ob er schon wüsste, dass JFK (John F. Kennedy) erschossen wurde, hätte er (Capote) geantwortet: ,Ja, und ich saß am Steuer des Autos, in dem es geschah‘.“ Lees Zitat ist in Flynts Buch „Mockingbird Songs: My Friendship with Harper Lee“ zu lesen, das jetzt in den USA erscheint. Der Historiker und Lee waren etwa 25 Jahre bis zum Tod der publikumsscheuen Autorin befreundet. Dagegen endete Lees Verbindung zu ihrem Freund aus Kindertagen laut Flynt durch Capotes Eifersucht auf den Erfolg von Lees Roman „Wer die Nachtigall stört“. Das Buch über die Rassenprobleme in den Dreißigerjahren im Süden der USA machte Lee berühmt – in einer der Figuren hat sie auch Capote porträtiert.

Icking in der Hand der Streichquartette

Am Wochenende startet das Streichquartettfestival „Ickinger Frühling“ im Konzertsaal des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums (Ulrichstraße 1-7). Zum Auftakt um 16 Uhr spielt das Cuarteto Quiroga aus Madrid Haydns Streichquartett op. 77/1 G-Dur. Weitere Konzerte bestreiten das Danish String Quartet aus Kopenhagen sowie das Münchner Goldmund Quartett. Karten und weitere Informationen zum „Ickinger Frühling“, der heuer zum vierten Mal stattfindet, gibt es unter www.klangwelt-klassik.de oder telefonisch unter 08178/7171.

Mainzer machen Theater im Allgäu

Das Staatstheater aus Mainz will im Sommer das Musical „3 Musketiere“ auf der Freilichtbühne Altusried im Allgäu inszenieren. Damit werde erstmals eine professionelle Musicalproduktion im Theater gezeigt, teilten die Marktgemeinde und das Schauspielhaus mit. Das Theater im Oberallgäu zählt mit 2500 überdachten Plätzen zu den größten Freilichtbühnen Deutschlands. Die Spielfläche beträgt 4500 Quadratmeter. Normalerweise wird das Haus alle drei bis fünf Jahre für eine große Laienproduktion genutzt. Diese Stücke locken regelmäßig gut 60 000 Besucher an. Als nächste Laienproduktion ist 2019 ein Stück über die Artus-Sage geplant. Von 24. Juni an erobern nun aber die Musketiere die Bühne, bis 5. August sind 17 Aufführungen geplant.

Autoren kämpfen für Literaturfest Berlin

Mit der Unterstützung von mehr als 250 Autoren fordert das Internationale Literaturfestival Berlin eine gesicherte finanzielle Förderung durch den Bund. Einen entsprechenden Brief an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) unterzeichneten etwa die Literaturnobelpreisträger Elfriede Jelinek, Mario Vargas Llosa, John M. Coetzee und Wole Soyinka.

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