Kultur in Kürze

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Bach-Zyklus in der Michaelskirche. In der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael wird mit einem umfangreichen Johann-Sebastian-Bach-Zyklus der 500.

Jahrestag der Reformation begangen. Den Auftakt macht eine Wort-Gottes-Feier am Sonntag (8. Januar) um 16 Uhr mit einer Predigt von Kardinal Reinhard Marx. Erklingen wird die Kantate „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm“. Das Collegium Monacense Sankt Michael,  das Barockorchester La Banda und der Organist Peter Kofler musizieren unter Leitung von Chordirektor Frank Höndgen. Im Laufe des Jahres werden weitere acht geistliche Kantaten von Bach (1685-1750) zu hören sein. Dazu wird es Predigten und Betrachtungen von Katholiken und Protestanten geben. So ist zum Beispiel am 12. Februar der Publizist und ehemalige bayerische Kultusminister Hans Maier zu Gast. Der evangelisch-lutherische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich für den 16. Juli angekündigt, die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler folgt am 10. Dezember.

Jonas Kaufmann darf wieder singen

Jonas Kaufmann freut sich nach einer mehrmonatigen Krankheit auf seinen Auftritt Mitte Januar. „Es war wirklich hart. Ich liebe es zu singen, und ich war noch nie zuvor zu einer so langen Pause gezwungen“, sagte Kaufmann der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. Er habe ein Ödem am Stimmband gehabt, und sein Arzt habe ihm zur Vorsicht geraten. Am 18. Januar soll Kaufmann im „Lohengrin“ an der Pariser Oper auftreten. Dafür habe er die Arbeit wieder aufgenommen und sei „glücklich wie ein Kind“, erklärte der 47-Jährige. „Der Arzt war deutlich: Ich darf wieder mit der Arbeit starten, aber in aller Ruhe, Schritt für Schritt.“ Wegen Stimmbandproblemen hatte der Sänger zahlreiche Konzerte abgesagt, darunter die Eröffnungskonzerte der Elbphilharmonie in Hamburg.

Tenor verlässt Kušej-Produktion

Das Opernhaus von Bologna hat derzeit mit einem kleinen Skandal zu kämpfen. Der türkische Tenor Merto Sungu hat sich aus der Neuproduktion von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ zurückgezogen: Die Inszenierung von Martin Kušej, Intendant des Münchner Residenztheaters, verletze die Würde einer Nation. Dies berichtet das Internet-Portal „Slipped Disc“. Sungu habe beklagt, die Produktion führe das Publikum in die Irre beim wichtigsten geopolitische Problem unserer Zeit, dem Terrorismus. Kušejs Mozart-Inszenierung hat am 20. Januar Premiere. Sie ist eine Übernahme vom Festival im französischen Aix-en-Provence. Dort war die Produktion im vergangenen Sommer auf Kritik gestoßen. Sie durfte auf Veranlassung der Festivalleitung nur entschärft gezeigt werden, ohne Anspielung auf den islamistischen Terror. Martin Kušej meinte damals, die Aufführung sei „nur mehr eingeschränkt“ als seine zu bezeichnen.

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