Kultur in Kürze

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Beliebt beim Publikum ist die „Briefleserin in Blau“.

70 000 Besucher bei Vermeer-Werk. Die frisch sanierte Alte Pinakothek (Säle im Obergeschoss) hat seit Anfang Juli einen edlen und einmaligen Gast.

Bereits 70 000 Besucher sahen sich die Tageslicht-Räumlichkeiten und vor allem die „Briefleserin in Blau“ von Johannes Vermeer (1632-1675) im Umfeld der anderen Niederländer an. Das Rijksmuseum Amsterdam lieh das feinsinnige Gemälde nach Bayern aus. Nur noch bis zum 30. September wird es in München bleiben (Foto: Marcus Schlaf).

Haus der Kunst stärkt das Kuratoren-Team

Das Münchner Haus der Kunst stellt Jana Baumann (34) ab 15. Oktober als Kuratorin an, wie gestern mitgeteilt wurde. Einige Kuratoren hatten die Ausstellungshalle, die in personelle und finanzielle Turbulenzen geraten war, verlassen. Geblieben sind der stellvertretende Leiter Ulrich Wilmes und Anna Schneider. Der bisherige künstlerische Leiter, Okwui Enwezor, schied aus gesundheitlichen Gründen aus. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger wird gesucht. Jana Baumann studierte bis 2010 Kunstgeschichte in Bonn. Als Mitarbeiterin in der Abteilung Gegenwartskunst verantwortete Baumann am Frankfurter Städel zum Beispiel die Ausstellung „Fotografien werden Bilder – Die Becher-Klasse“. Als Assistenzkuratorin engagierte sie sich etwa für die  Schau „John Baldessari. Movie Scripts/Art“.  mm

Mauer-Kunstprojekt ist gefährdet

Die Chancen für das Kunstprojekt mit einem Nachbau der Mauer in Berlin stehen schlecht. Die zuständige Stadträtin Sabine Weißler sagte der dpa, die Zeit für das Genehmigungsverfahren sei „definitiv zu kurz“. „Wir haben für dieses Projekt keine ausreichenden personellen und finanziellen Ressourcen.“ Bei „DAU Freiheit“ soll vom 12. Oktober an ein Häuserkarree in Berlin mit einer fast einen Kilometer langen Mauer abgeschottet werden. 1500 bis 3000 Besucher täglich können „Visa“ kaufen und im Sperrbezirk das Gefühl des Freiheitsverlusts erleben, so die privaten Initiatoren. Die abschließende Genehmigung wird durch die bei der Landesverwaltung angesiedelte Verkehrslenkung Berlin erteilt. Sie selbst hat eigenen Angaben zufolge keine Bedenken, ihr fehlt aber noch die Stellungnahme des Bezirks. „Es bleibt durchaus die Frage zu stellen, warum hier mehrere Behörden teilweise unter hohem Druck zur Erfüllung des Antrages eines kommerziellen Veranstalters fast lahmgelegt werden“, so Weißler. „Das Straßen- und Grünflächenamt ist keine Eventagentur!“

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