„WERK OHNE AUTOR“ IN DER OSCAR-QUALIFIKATION

Künstlerschicksal

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Henckel von Donnersmarckhofft auf einen zweiten Oscar.

Von Britta Schultejans. Elf Jahre nach seinem Erfolg mit „Das Leben der Anderen“ geht Florian Henckel von Donnersmarck (Jens Kalaene/dpa) wieder ins Rennen um den Oscar.

Sein neuer Film „Werk ohne Autor“ soll in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film gewinnen. Eine unabhängige Jury wählte ihn aus elf Kandidaten aus, wie German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, gestern in München mitteilte. „Werk ohne Autor“ erzählt ein bewegendes Künstlerschicksal im Nachkriegsdeutschland, in einer Zeit, als es schwierig war, zu einer eigenen Kunstsprache zu finden“, hieß es in der Jury-Begründung. „Der Film hat, unterstützt von einem grandiosen Schauspielerensemble, große poetische Momente und geht gleichzeitig einer essenziellen, auch heute noch aktuellen Frage nach: das Finden einer eigenen Haltung.“ Weltpremiere für „Werk ohne Autor“ ist beim Festival in Venedig. Henckel von Donnersmarck zeigte sich „sehr glücklich“ darüber, „dass die Fachjury ,Werk ohne Autor‘ nun ausgewählt hat, um unser Land bei den Olympischen Spielen in Hollywood zu vertreten“. Über seinen Film sagte er: „Herausgekommen ist eine Liebesgeschichte, ein Familiendrama, eine Biografie Deutschlands im 20. Jahrhundert und ein Streifzug durch die Kunst der Moderne.“

Gegen welche internationale Konkurrenz das Werk antreten muss, soll in der ersten Oktoberwoche feststehen. Dann will die Academy die Liste aller Bewerber nicht-englischsprachiger Kinofilme veröffentlichen. Kurz vor Weihnachten soll es eine Liste mit neun Kandidaten geben. Die fünf Nominierten sollen am 22. Januar 2019 bekannt gegeben werden. Am 24. Februar findet die Oscar-Verleihung im Dolby Theater in Hollywood statt.

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