KRITIK IN KÜRZE

KRITIK in kürze Fever Rays verrückte Münchner Party

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Fever Rays verrückte Münchner Party. Radikal, verstörend und absolut tanzbar: So präsentiert sich Fever Ray dem begeisterten Publikum in der Muffathalle.

Knapp neun Jahre lang war es still gewesen um das Soloprojekt der Schwedin Karin Dreijer, die Rückkehr auf die Bühne ist umso fulminanter. Bekannt geworden ist Fever Ray mit dem Song „If I had a Heart“, dem düsteren Titelsong der Fernsehserie „Vikings“. Fever-Ray-Konzerte galten als zwar beeindruckende, aber auch beängstigende, gar klaustrophobische Veranstaltungen. Das hat sich ins Gegenteil verkehrt.

Die Künstlerin lebt ihren Selbstfindungstrip mit einem Konzert aus, das eher ein Konzepttheater als eine klassische Bandperformance ist. Dabei stehen drei Charaktere im Zentrum: Dreijer selbst mit Mut zur Hässlichkeit – in einem Fatsuit, mit rasiertem Schädel, leichenblass geschminktem Gesicht, blutroten Lippen und Augen. Ihre Kolleginnen mischen als sexy Muse (mit Schmetterlingstanz auf Speed) und in einer Bodybuilderverkleidung in diesem Club Bizarre mit. Die Themen sind sperrig: Feminismus, gleichgeschlechtliche Liebe, Transgender. Fever Ray gehen mit spielerischer Leichtigkeit und viel Experimentierfreude ans Werk – und mit einem bedrohlichen Beat als Untermalung dieser verrückten Party. Marc kniepkamp

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