Kleinod aus rotem Jaspis

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Neues Ausstellungsstück: Kopf der Hatschepsut aus rotem Jaspis, Neues Reich, 18. Dynastie, um 1465 v. Chr. (Leihgabe). Museum ÄgyptischeR Kunst

Die Veranstaltungen des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst für 2015. Nur zehn Zentimeter misst das neueste Exponat im Museum Ägyptischer Kunst, aber Direktorin Sylvia Schoske ist besonders stolz darauf: Es ist ein Pharaonenkopf, geschnitten aus dem Halbedelstein Jaspis.

Die Gesichtszüge stellen Hatschepsut dar, die als weiblicher Pharao um 1475 v. Chr. regierte. Der rote Stein symbolisiert als Farbe der Sonne Hatschepsuts königlichen Status – der Pharao galt als Sohn des Sonnengottes.

Auch vom Grabungsprojekt im Sudan, dessen Trägerschaft das Museum 2013 übernommen hat, gibt es gute Neuigkeiten: In der antiken Königsstadt Naga (200 v. Chr. – 250 n. Chr.)  sollen bald zwei weitere Tempel freigelegt werden. Schoskes Stellvertreter Arnulf Schlüter ist selbst immer wieder dort, um sich vom Fortgang der Arbeiten zu überzeugen (wir berichteten).

Heuer hat das Museum keine eigenen Ausstellungen zu bieten. Aber die Münchener Künstlergenossenschaft 1868 kgl. priv. (im März) und die Freie Münchner und Deutsche Künstlerschaft e. V. (im Oktober) können sich dort präsentieren. Außerdem ist das Museum im April Spielort für die Veranstaltung „Kino der Kunst“, mit der vor allem die Zielgruppe der Jugendlichen ab zwölf Jahren angesprochen werden soll. Die sei nämlich kaum unter den Besuchern vertreten, sagt Museumspädagogin Roxane Bicker. Auch Kooperationen mit Schulen, zum Beispiel ein Projekt mit Gymnasiasten aus Fürstenfeldbruck, ließen sich gut an und würden 2015 weitergeführt. Mit einer Inklusionsklasse vom Gisela-Gymnasium werde ein Konzept für hörgeschädigte Museumsbesucher entwickelt, in den Pfingstferien folgt ein Workshop mit sehbehinderten Kindern.

Schließlich soll noch ein Raum vollendet werden, der bislang ungenutzt geblieben ist: Dort wird mit Kunstgegenständen in einer 17 Meter langen Vitrine eine Chronologie Ägyptens zwischen 4000 v. Chr. und 1000 n. Chr. entstehen. Die Ausschreibung erfolgt jetzt. JOHANNA POPP

Informationen:

Museum: www.smaek.de; Gabelsbergerstraße 35;

Tel. 089/ 28 92 76 30;

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