Keine Floskeln

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Ausgezeichnet: Marietta Slomka, seit 2001 Moderatorin des „heute journals“ im ZDF. Foto: dpa

Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Marietta Slomka und für Recherchenetzwerk Bellingcat. Die „heute journal“-Moderatorin Marietta Slomka ist am Mittwochabend mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus ausgezeichnet worden.

Ein Sonderpreis ging an den britischen Journalisten Eliot Higgins und das Team des Recherchenetzwerks Bellingcat. Der Publizist Sascha Lobo hielt die Laudatio.

„In Marietta Slomka und Eliot Higgins sehe ich herausragende Stellvertreter zweier Medienwelten, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten“, sagte Lobo. Auf der einen Seite stehe das öffentlich-rechtliche Fernsehen, auf der anderen Seite etwas, was man Recherchenetzwerk oder von vielen finanzierten Bürgerjournalismus nenne. „Zwischen diesen beiden aus meiner Sicht unersetzbaren Polen spannt sich der Journalismus der Zukunft auf“, sagte Lobo.

Bellingcat ist eine Enthüllungsplattform, die im vergangenen Jahr nach einer „Crowdfunding“-Kampagne von Higgins gegründet wurde. Sie bringt Journalisten zusammen, die investigativ arbeiten. Die 46-jährige Slomka moderiert seit 2001 das ZDF-„heute journal“. So wenig, wie sie ihren Interviewpartnern aus Politik und Wirtschaft die Flucht ins Ungefähre und ins Täuschende gestatte, so wenig gebe sie sich selbst mit den Floskeln der eiligen Nachrichtensprache zufrieden, hatte die Jury bereits im April gelobt.

Hanns Joachim Friedrichs (1927–1995) hatte einst unter anderem die ARD-„Tagesthemen“ moderiert. Die seit 20 Jahren vergebene Auszeichnung erinnert an ihn. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Petra Gerster und Maria von Welser („ML Mona Lisa“), Gerd Ruge (ARD-Korrespondent), Antonia Rados (RTL-Korrepondentin) und Slomkas „heute-journal“-Kollege Claus Kleber.  dpa

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