Kampf gegen die Dürre

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

dokumentation . In „Durst!

“ berichten Claus Kleber und Angela Andersen über Ursachen und Folgen des Wassermangels

Von Maike Müller

In Deutschland scheint ein Regentag ein verlorener Tag zu sein, kein Wetterbericht im Radio, in dem nicht die Sonne beschworen wird, am liebsten das ganze Jahr nonstop. In vielen Teilen der Erde wird der Regen dagegen herbeigesehnt, oft wochen- und monatelang. „Durst!“, nach „Hunger“ der zweite Teil der Dokumentation von Claus Kleber und Angela Andersen, zu sehen heute um 20.15 Uhr im ZDF, macht auf das Problem des Wassermangels aufmerksam, das für viele Millionen Menschen in allen Teilen der Welt zur Existenzfrage geworden ist.

Der 59-jährige „heute journal“-Moderator und seine Co-Autorin nehmen den Zuschauer auf ihrer Reise zunächst mit nach China. Dort unternimmt der Staat große Anstrengungen, die Ausbreitung von Wüsten zu stoppen. Nächster Halt ist Peking. Der Mangel an sauberem Wasser macht auch vor der chinesischen Hauptstadt nicht halt. In 20 Jahren werde das Grundwasser in Peking aufgebraucht sein, hört man Kleber sagen. Der Wassermangel sei ein Resultat aus Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum bei gleichzeitigem Klimawandel, erklärt ein Ingenieur, der an einem gigantischen Bauprojekt der chinesischen Regierung mitwirkt. Mit einem künstlich angelegten Fluss soll Wasser aus dem Süden des Landes bis hoch in die im Norden liegende Hauptstadt befördert werden.

Es folgen unter anderem Stopps in Spanien, den USA und Australien. Auch „down under“ fehlt es an Trinkwasser. Darum besuchen die Autoren einen Ingenieur, der an einer bezahlbaren Methode zur Entsalzung von Meerwasser arbeitet. Im Heiligen Land hat der Wassermangel eine politische Dimension. Wasser wird zum Druckmittel im Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis.

Claus Kleber und Angela Andersen sprechen mit Betroffenen und mit Menschen, die dem globalen Problem durch unermüdliche Arbeit und innovative Ideen die Stirn bieten. Trotz der bedrückenden Bilder und Prognosen scheint vor allem in den Begegnungen mit den Menschen Hoffnung auf.

Für das Projekt hat der Mainzer Sender Fernsehen und Internet eng zusammengebunden. Dabei solle die Dokumentation im Fernsehen emotional berühren und Interesse wecken, das dann im Netz befriedigt werden könne, erläuterte Kleber.

Zurück zur Übersicht: Kultur & TV

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare