Von Jörg Heinrich und Katja Kraft Der weltgrößte Videostreamingdienst Netflix nennt die Zahl seiner Filme und Serien nich...

Von Jörg Heinrich und Katja Kraft Der weltgrößte Videostreamingdienst Netflix nennt die Zahl seiner Filme und Serien nicht offiziell, die er in Deutschland zeigt.

Von Jörg Heinrich und Katja Kraft

Der weltgrößte Videostreamingdienst Netflix nennt die Zahl seiner Filme und Serien nicht offiziell, die er in Deutschland zeigt.Es dürften aber zwischen 1500 und 2000 sein. Zum Vergleich: Die Online-Videothek Videobuster hat rund 60 000 Titel im Repertoire. Für den Preis einer Kinokarte gibt es trotzdem eine Top-Auswahl aus Eigenproduktionen, Kinohits und Serien vom Eifelkrimi „Mord mit Aussicht“ bis zum Zombiespektakel „The walking Dead“. Das genaue Angebot, das werbefrei ist und häufig auch Originalversionen bietet, können bei Netflix nur Abonnenten aufrufen. Doch hier springen unabhängige Websites ein. Allflix ist eine Suchmaschine für den gesamten Inhalt von Netflix Deutschland. Flixfilme verrät immer die neuesten Filme und Serien.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Amazon oder Maxdome ist bei Netflix das gesamte Angebot in der Flatrate inbegriffen. Es gibt keine Inhalte, die extra kosten. Das Monatsabo kommt in drei Stufen: Für 7,99 Euro bietet Netflix seine Inhalte nur in der alten SD-Bildauflösung an, und es kann nur der Kunde selbst schauen. Diese Bildqualität genügt gerade noch fürs Smartphone, macht aber auf Tablets oder Flachbildfernsehern keinen Spaß. Es lohnt sich, das 9,99-Euro-Abo mit HD-Bildqualität und zwei Nutzern auszuwählen. So können die Eltern einen Krimi auf dem Fernseher genießen und die Kinder gleichzeitig einen Zeichentrickfilm auf dem Tablet. Höchste Stufe ist das Premium-Abo um 11,99 Euro für vier parallele Nutzer und mit einigen Inhalten in 4K-Bildqualität. Zum Start gibt es für alle Abos einen Gratismonat, und Sie können monatlich kündigen.

Noch zwei Tipps: Mit den Apps für iOS und Android können Sie einige Inhalte herunterladen und dann offline sehen, beispielsweise im Flugzeug oder im Zug. Netflix funktioniert grundsätzlich auch ohne WLAN im Mobilfunknetz. Darauf sollten Sie aber verzichten. Denn mit 3 GB Datenmenge pro Stunde HD-Streaming saugen die Filme und Serien jede Flatrate blitzschnell leer. Sie können allerdings in den Einstellungen die Datenmenge auf Kosten der Bildqualität beschränken.

Hier stellen wir Ihnen einige Serien vor, die bei Netflix zu sehen sind:

Vier Jahreszeiten. Vier Folgen. Das war der Deal. Und nun? Verwirrt, beglückt, überrascht „Gilmore Girls“-Erfinderin Amy Sherman-Palladino die Fans komplett. Fast zehn Jahre nach der siebten und eigentlich letzten Staffel drehte sie eine Mini-Serie mit vier Folgen. Mit einem Ende, das auf eine weitere Fortsetzung hoffen lässt. Alle bisherigen Episoden gibt’s bei Netflix. Dialoge wie aus der Schnellfeuerpistole, popkulturelle Anspielungen noch und nöcher. Und so viel Witz. In jedem Fall ein guter Deal!

Zu dieser Serie lassen wir die Chips mal besser weg. Hier vergeht einem ziemlich schnell der Appetit. Wem das Werbeplakat mit dem zu Currywurst verarbeiteten Finger schon zu heftig war, der sollte lieber nicht einschalten. Sheila (Drew Barrymore) ist über Nacht zur Untoten mutiert. Man sieht ihr das nicht an, doch dummerweise schmeckt ihr nichts mehr außer rohem Menschenfleisch. Aber woher nehmen? Ihr Mann und sie suchen sich die Opfer nach Sympathie aus. Wer fies ist, wird aufgefuttert. Wenn sie schmatzend Leichen-Füße nascht und sich aus Ohren, Nasen und Fingern Fleisch-Smoothies häckselt, ist das so schräg, dass es schon wieder lustig ist. Aber wenn möglich auf Englisch schauen. Die Synchronisation ist ein Graus.

Sie ist eine der Erfolgsserien von Netflix. Ex-Präsident Barack Obama soll sogar so großer Fan sein, dass er die Macher bei einem Treffen anflehte, ihm doch schon vorab die neuen Folgen zu zeigen. Aber ob Staatsoberhaupt oder einfacher Steuerzahler – beim Serienkonsum sind alle gleich. Und müssen einer wie der andere geduldig warten, bis die fünfte Staffel kommt. Am 30. Mai wird es eine weltweite Erstausstrahlung geben. Dann wissen wir, wie es weitergeht mit den Intrigen von Politiker Frank Underwood (Kevin Spacey). Seien wir ehrlich: So mies er auch die Fäden im Machtspiel zieht – die lässigen Sprüche, die uns Mr. Underwood einflüstert, wenn er die Vierte Wand durchbricht, sind unwiderstehlich.

Es wird die erste eigenproduzierte deutsche Neflix-Serie. Der Plot hält, was der düstere Titel verspricht: In einer fiktiven deutschen Kleinstadt verschwinden zwei Kinder. In den Vorfall sind vier Familien verwickelt. Durch die Ermittlungen zeigt sich, dass die Familien über ein Ereignis aus dem Jahr 1986 auf tragische Weise verbunden sind. Baran Bo Odar („Who am I?“) verfilmt ein Drehbuch von Jantje Friese. Zu den Darstellern gehören unter anderem Louis Hofmann, Jördis Triebel und Mark Waschke. Insgesamt sind in der ersten Staffel zehn Folgen geplant, Start soll im Winter sein.

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