Hochvirtuos

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Peter Kofler, Organist von St. Michael. Foto: walter glück

St.-Michaels-Organist Peter Kofler legt neue CD vor. von anita svach.

Mit „Transkriptionen“ legt Peter Kofler seine dritte Solo-Orgel-CD vor. Seit 2008 ist der gebürtige Bozener Organist der Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Fußgängerzone, dort wurde auch seine neue Einspielung mit Werken von Ravel, Fauré, Liszt und Debussy aufgenommen. Wie der Titel sagt, widmet Kofler sich Transkriptionen für Orgel solo. Ursprünglich entstanden die Kompositionen für Klavier oder Orchester.

Alle Werke des Albums erzählen eine Geschichte, und Kofler gibt jeder einzelnen mit dem schier unerschöpflichen Klangreichtum der vier-manualigen Rieger-Orgel eine ganz eigene Färbung. Sei es in seiner eigenen Transkription von Claude Debussys „Clair de lune“, in der Kofler die hallige Akustik in der Michaelskirche nutzt, um transzendente Klänge zu erzeugen. Sie entführen den Hörer in eine impressionistische Traumwelt im Mondschein, wie Paul Verlaine sie in dem zugrundeliegenden Gedicht besungen hat.

Hochvirtuos zeigt der Organist sein Können in Franz Liszts „Saint François de Paule marchant sur les flots“. In der Transkription der Sinfonischen Dichtung „Prometheus“ von Liszt offenbart sich zum wiederholten Male Koflers feiner Registrier-Sinn. Gekonnt entlockt er der monumentalen Orgel in der Sicilienne aus „Pelléas et Mélisande“ von Gabriel Fauré liebliche, ganz intime Klänge und betont den idyllischen Charakter der Suite. Kofler beweist mit der vorliegenden Aufnahme einmal mehr sein Gespür für die Rieger-Orgel und das Repertoire des 19. Jahrhunderts.

Peter Kofler:

„Transkriptionen“

(Querstand).

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