Herausforderung Menschenrechte

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Johano Strasserwill nun einen neuen Roman in Angriff nehmen.

Autor Johano Strasser zieht nach elf Jahren als PEN-Präsident Bilanz Eine große Aufgabe, die Zusammenlegung von Ost- und West-PEN, habe man gemeistert.

Autor Johano Strasser zieht nach elf Jahren als PEN-Präsident Bilanz

Eine große Aufgabe, die Zusammenlegung von Ost- und West-PEN, habe man gemeistert. Die Frage nach den Menschenrechten „bleibt ständige Herausforderung“, findet Johano Strasser, der scheidende Präsident des deutschen Zentrums der Schriftstellervereinigung PEN. Wenn Freitag nächster Woche in Marburg das neue Präsidium gewählt wird, stellt sich der 73-Jährige nicht mehr zu Wahl (wir berichteten). „Am meisten zu Herzen gegangen ist mir die Menschenrechtsarbeit“, sagte Strasser, der elf Jahre PEN-Präsident war. Seit 13 Jahren vermittelt der PEN verfolgten Autoren in Deutschland Wohnungen und Stipendien. Rund 40 Exilautoren habe man auf diese Weise einen Neuanfang ermöglichen können. „Das war für mich persönlich der größte Gewinn bei dieser Arbeit.“

Am meisten enttäuscht habe ihn die Erkenntnis, „dass es auch unter Autoren kleinkariertes Konkurrenzdenken gibt“. Besonders auffällig sei das zutage getreten, als nach der Wende Ost- und West-PEN zusammengelegt wurden. Inzwischen sei die Vereinigung aber vollzogen.

Für Strassers Nachfolge gibt es drei Kandidaten: die Schriftsteller Josef Haslinger („Opernball“) und Ursula Krechel, die für ihren Roman „Landgericht“ 2012 den Deutschen Buchpreis erhielt, und den Literaturwissenschaftler Thomas Rothschild. sandra trauner

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