AM SONNTAG SUCHT DAS DRESDEN-TEAM EIN VERMISSTES KIND

Ihr härtester Fall

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Die Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels, li.) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) beobachten die trauernden Nachbarn des kleinen Rico. Foto: Incoronato/MDR

„Tatort“  . Von Simona Block.

Zwischen Idylle und Hölle liegen nur Sekunden. Dem ersten Bild folgt eines, das die Ermittler im neuen Dresden-„Tatort“ emotional bis zum Äußersten fordert. Für Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) ist das Verschwinden des acht Jahre alten Rico Krüger außerdem eine persönliche Sache, die auch den beiden Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) emotional alles abverlangt. Der spannend und klar inszenierte fünfte Fall des sächsischen „Tatort“-Teams zeigt die ARD an diesem Sonntag um 20.15 Uhr unter dem Titel „Déjà-vu“.

Ein blonder Bub läuft fröhlich über eine Sommerwiese, eine Frau schreit panisch „Rico“ durch den Park: Der Junge ist wie vom Erdboden verschluckt. Schnabel treibt es bei der Nachricht des vermissten Kindes den Schweiß auf die Stirn, nicht nur wegen der Hitze. „Der taucht schon wieder auf“, meint Sieland lakonisch. Die nächste Szene lässt ahnen, dass sie sich irren könnte: In einem Altbau wird eine offenbar schwere Sporttasche durch den Hausflur getragen, aus der es tropft.

Die Suche nach dem Buben ist schwierig, vermeintliche Spuren sind kalt, die Folgen der Irrwege dramatisch. Der Fall reicht – wie immer in Dresden – auch bis ins Privatleben der Kommissarinnen: Karin Gorniak misstraut ihrem halbwüchsigen Sohn, Henni Sieland ist gelähmt von einer Hiobsbotschaft. Angst schürende Medien, eine aufgebrachte Öffentlichkeit und die Kritik an der Arbeit der Polizei sitzen ihnen im Nacken, und auch bei ihrem Chef liegen die Nerven blank. Und so ist dieser der bisher härteste Fall für die „Tatort“-Ermittlerinnen aus Dresden.

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