Die Günther-Förg-Werkschau

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Wie Gekritzel auf einer Schultafel wirken die sechs dunkelgrau grundierten und mit Kreidestrichen bemalten Bilder. Auf den ersten Blick sind alle irgendwie gleich: Die sich kreuzenden Linien ergeben Vierecke, die bei jedem Gemälde über die gesamte Fläche verteilt sind.

Auf den zweiten Blick erkennt man, dass zwar die Struktur immer dieselbe ist. Ihre Form und Anordnung variiert jedoch und erzeugt so gänzlich unterschiedliche Bildeindrücke.

Es sind Muster wie diese, die den im vergangenen Dezember verstorbenen Künstler Günther Förg Zeit seines Lebens beschäftigt haben. Auf welch vielfältige Art er sich an diesen Problemen abgearbeitet hat, zeigt das Museum Brandhorst noch bis 9. Juni in einer umfangreichen Werkschau. Interessant ist zu sehen, wie Förg mit dem Prinzip der formalen Variation auch in anderen Genres arbeitete: So zeigt die Schau etwa auch Bronzeplastiken mit Masken, bei denen Förg, ausgehend von einer Grundidee, unterschiedliche Gesichtsstrukturen zu deklinieren scheint. katharina mutz

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