Great, Britain!

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Paradiesvogel, Brexit-Gegner, Labour-Politiker: Eddie Izzard.

Eddie Izzard, Vereinsheim.

Kleiner Laden, großer Star! Denn einen glamouröseren Gast hat Till Hoffmann in seinem Vereinsheim an der Occamstraße wohl noch nie begrüßt. Daheim in England ist Eddie Izzard, Schauspieler, Comedian und Politaktivist, eine ganz große Nummer. Er spielte in „Ocean’s Twelve“ und im Stauffenberg-Film „Operation Walküre“. John Cleese adelte ihn als „verlorenen Monty Python“. Und wie es den selbst ernannten „heterosexuellen Action-Transvestiten“ jetzt zu zwei umjubelten Vorstellungen nach Schwabing verschlug, ist eine Geschichte, wie es sie nur in England geben kann.

Abgefahrene Ideen sind das Markenzeichen des Paradiesvogels und Brexit-Gegners, der gern knallrote Fingernägel zum Anzug kombiniert – auch im Parteivorstand der Labour Party, in dem er seit März sitzt. Einmal lief er 43 Marathons an 51 Tagen. Und 2014 nahm er sich vor, seine Shows in Sprachen zu spielen, die er bis dahin gar nicht beherrschte. Er lernte Spanisch, Russisch, Arabisch und Deutsch – zumindest gut genug, um sein nächstes Programm jetzt „Work in Progress“ im Vereinsheim zu testen.

Zur Gaudi prominenter Fans wie Claus von Wagner und Michael Mittermeier radebrechte sich der 56-Jährige hinreißend durch die englische Geschichte von William dem Eroberer (der bei seiner eigenen Beerdigung explodierte) bis zum 500. Geburtstag von Queen Elizabeth. Wenn ein Gag saß (und es saßen fast alle) lobte sich Izzard selbst: „Ausgeundzeichnet!“ Und seine herrliche Geschichte über Hunde mit Selbstzweifeln, die nur sehr reflektiert bellen, hätte jedes Monty-Python-Programm geschmückt. Eddie Izzard in München – das war great, Britain! jörg heinrich

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