ERWIN WURM PARKT EINEN HOTDOG-BUS IN NEW YORK

Es geht um die Wurst

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Erst die Gäste machen Erwin Wurms Werk komplett. dpa

von johannes schmitt-tegge. Würstchen sind ein gern genutztes Symbol des österreichischen Künstlers Erwin Wurm – nun hat der Bildhauer sich das amerikanischste aller Würstchen vorgenommen: den Hotdog.

In einem New Yorker Park hat er einen senfgelben Bus parken lassen, aus dem an Wochenenden kostenlos Hotdogs verteilt werden. Der ausgebeulte, dickliche Kleinbus im Stadtteil Brooklyn erinnert an Wurms „Fat-Car“-Serie aus fetten Autos. Im Hintergrund des „Hot Dog Bus“ ist die Skyline der Stadt zu sehen.

Einwanderer hatten den Hotdog – eine Brühwurst im weichen Brötchen, serviert oft mit Senf oder Ketchup – im 20. Jahrhundert in den USA beliebt gemacht. Der „Hot Dog Bus“ sei „großzügig und demokratisch“, teilt der Public Art Fund mit, der das Projekt mit Hilfe von Spenden möglich gemacht hat. Die Aktion spiele aber auch auf die Verbindung des bekannten Street Food zu Wurms Heimatland Österreich an. An einem Tag verteilten sie bis zu 1200 Hotdogs, sagte eine Mitarbeiterin.

Wurm ist dafür bekannt, Grenzen zwischen Skulptur und Betrachter zu durchbrechen. Erst die Gäste machen den „Hot Dog Bus“ komplett, deren Körpermasse sich durch das Essen der Hotdogs so verändert, wie Wurm den Bus hat anschwellen lassen. Im Jahr 2015 diente er in Wolfsburg bereits als „Curry Bus“, aus dem Currywurst verkauft wurde. In Deutschland hatte Wurm 2014 auch groteske Würstchen-Skulpturen gezeigt, die Klassiker der Bildhauerei parodieren.

Erwin Wurm stammt aus Bruck an der Mur bei Graz und lebt und arbeitet in Wien und Limberg. In München sind seine Arbeiten etwa im Lenbachhaus zu sehen. Der „Hot Dog Bus“ ist an einem Pier in Brooklyn jedes Wochenende bis Ende August geparkt.

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