Gegen eine halbierte „Sportschau“

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Die ARD kritisiert Pläne, die Bundesligaberichterstattung auf 45 Minuten zu begrenzen. Knapp zwei Stunden Fußball bietet die ARD-„Sportschau“ im Ersten immer samstags ab 18 Uhr, knapp eineinhalb Stunden davon sind für die Bundesliga reserviert.

Doch das könnte sich ab 2017 ändern, dann werden die teuren Fernsehrechte neu vergeben, der Traditionssendung droht die Kürzung. Schon jetzt schütteln die Macher energisch die Köpfe. Eine halbierte „Sportschau“ kommt für sie nicht in Betracht. „Für uns als ARD ist das kein vorstellbares Modell“, sagte Sportkoordinator Axel Balkausky dem „Handelsblatt“. „Wir glauben, dass eine gewisse Berichtslänge erforderlich ist, um ein Fußballspiel darzustellen.“

Die geplante Ausschreibung der Bundesliga sieht als eine von zwei Optionen eine reduzierte Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen vor. Darüber hatte das Fachmagazin „Sponsors“ bereits vor einem halben Jahr berichtet. Derzeit begutachtet das Kartellamt die Vorstellungen der Deutschen Fußballiga (DFL). Bei dem in der Ausschreibung vorgesehenen Modell „Free kompakt“ würde die Bundesligaberichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen auf 45 Minuten begrenzt und erst um 19.15 Uhr beginnen. Daneben gibt es ein weiteres Modell, bei dem alles so bleiben würde, wie es ist, mit Spielberichten ab 18.30 Uhr.

„Es wäre eine erhebliche Verknappung der Ware Bundesliga mit einer Verlängerung im Internet, wenn es so kommt, wie man hört“, sagte ARD-Sportkoordinator Balkausky zu der Variante mit kürzerer Sendezeit. Ob das Bundeskartellamt die Wünsche der DFL für die Ausschreibung absegnet, ist derzeit offen. Die Prüfung der Unterlagen und die Gespräche mit der DFL dauern an. Michael Rossmann

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