Furioses mit Schampus

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Edita Gruberova bringt Landsmänner mit ins Prinzregententheater. Von Gabriele Luster.

Eine vorzügliche Wahl traf Edita Gruberova, als sie die Fördergelder ihres Karajan-Preises an zwei slowakische Landsmänner weiterreichte: an den Dirigenten Peter Valentovič und den Bariton Richard Šveda. Darüber hinaus brachte die Star-Sopranistin die beiden Kollegen jetzt mit zum Münchner Rundfunkorchester und stellte sie ihren Fans im dicht besetzten Prinzregententheater vor.

Natürlich wollten die Zuhörer vor allem noch einmal Gruberovas legendärer Lucia di Lammermoor oder Elvira („I puritani“) begegnen, doch sie erlebten weit mehr: Valentovic bestach durch Fingerspitzengefühl, Stilsicherheit und musikantisches Temperament. Das bewies er gleich zu Beginn mit der Ouvertüre zu Mozarts „Le nozze di Figaro“, die vom Rundfunkorchester punktgenau und spritzig musiziert wurde. Als sensibler, mit dem Orchester wach reagierender Begleiter stützte er die Sänger sowohl bei Mozart als auch in den – wie er Moderator Bernhard Neuhoff verriet – gar nicht so einfachen Belcanto-Ausschnitten von Donizetti und Bellini.

Richard Šveda machte mit seinem virilen, geschmeidig und stilsicher geführten Bariton als selbstgefälliger Figaro-Graf und schmeichelnder Don Giovanni eine gute Figur. Im Duett mit La Gruberova aus dem zweiten Akt von „Lucia di Lammermoor“ gefiel er ebenso wie in der Kavatine des Belcore („L’elisir d’amore“) und ließ als Dottor Malatesta („Don Pasquale“) komisches Talent aufblitzen.

Und Edita Gruberova? Sie verblüffte wieder einmal mit den ihr immer noch zu Gebote stehenden Mitteln ihrer großen Gesangskunst. Mit schwebend-leichtem Silberton räsonierte sie als Figaro-Gräfin über die Ehejahre mit dem untreuen Grafen. Ganz subtile Gestalterin, spürte sie den Gefühlen der Lucia nach und sang die Klage der Elvira mit herzergreifenden Tönen. Furios gelangen auch die beiden Zugaben: Gruberova entzündete den Zorn der Elettra („Idomeneo“), Šveda ließ Giovannis Champagner spritzen. Standing Ovations.

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