Fernsehen in kürze

ARD verfilmt den Fall Harry Wörz Der aufsehenerregende Justizskandal um den Pforzheimer Installateur Harry Wörz wird für die ARD verfilmt.

Das teilte der Südwestrundfunk (SWR) gestern mit. Dem heute 47-Jährigen war vorgeworfen worden, 1997 seine von ihm getrennt lebende Ehefrau so stark gewürgt zu haben, dass sie schwere Hirnschäden erlitt und zum Pflegefall wurde. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte ihn 1998 wegen versuchten Totschlags zu elf Jahren Haft. Eine Klage der Eltern des Opfers auf Schadenersatz wurde abgewiesen, daraufhin erstritt Wörz die Wiederaufnahme des Verfahrens, das 2010 mit einem Freispruch endete. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof die Arbeit der Ermittler gerügt. Diese hatten eine Spur zu dem ebenfalls verdächtigen Geliebten der Frau, einem Polizisten, nicht weiterverfolgt. Mit dem Fernsehfilm will der SWR sowohl Wörz ein Denkmal setzen als auch die Vor- und Nachteile des deutschen Rechtssystems aufzeigen. Das Drehbuch schrieb Till Endemann, der auch Regie führt, gemeinsam mit Holger Joos. Rüdiger Klink wird Harry Wörz verkörpern, Felix Klare („Tatort“) seinen Anwalt Hubert Gorka.  dpa

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