Im Exil

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Das Brechtfestival Augsburg beginnt an diesem Freitag. Das Brechtfestival in Augsburg widmet sich in diesem Jahr Bertolt Brechts Zeit im Exil.

Festivalchef Joachim Lang betont, dass Brecht in der Schaffensperiode ab 1933 im Exil die Werke geschaffen habe, die später als seine „klassischen“ bekannt wurden, wie „Mutter Courage und ihre Kinder“ oder „Der kaukasische Kreidekreis“. Damit habe der gebürtige Augsburger als Flüchtling ein Werk der Weltliteratur geschaffen, das die finsteren Zeiten des vergangenen Jahrhunderts auch für die danach Geborenen thematisiere. Angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingsströme hebt das Fest vom 30. Januar bis zum 10. Februar besonders das Thema Asyl und Exil ins Programm. Brechts Werk sei „hochaktuell und brisant“, sagt Lang. Eröffnet wird das Brecht-Fest am kommenden Freitag mit einer eigenen Fassung von Brechts „Leben des Galilei“ mit Thomas Thieme in der Titelrolle.

Am Sonntag gibt es in Theater Augsburg einen großen Exil-Abend über Brechts Leben, seine Weggefährten und die wichtigsten Texte. Dazu kommen herausragende Schauspieler nach Augsburg. Burghart Klaußner vergegenwärtigt Brecht, Max Hopp dessen Bekannte, etwa Walter Benjamin, Thomas Mann oder Lion Feuchtwanger. Brechts Damen dürfen nicht fehlen: Angela Winkler verkörpert Ruth Berlau, Katharina Schüttler die Schriftstellerin Margarete Steffin und Traute Hoess BBs Ehefrau Helene Weigel.

Wichtig ist Festivalchef Lang auch die Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern. Ein Beispiel ist das Projekt „Schwarze Liste“ des Sensemble-Theaters. Die Studiobühne in der Kulturfabrik setzt sich mit Exilanten wie Georg Büchner oder Wolf Biermann auseinander.  mm/dpa

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