Eventuelle Ähnlichkeiten

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Wandlungsfähig, zumindest äußerlich: Schauspieler Uwe Ochsenknecht als Uli Hoeneß in einer ersten Szene der Sat.1-Satire „Udo Honig – kein schlechter Mensch“. Foto: Sat.1

Die Uli-Hoeneß-Satire „Udo Honig“ mit Uwe Ochsenknecht beruht laut Sat. 1 auf einem frei erfundenen Szenario.

Von Cordula Dieckmann

Udo Honig, ein Name, der einem irgendwie bekannt vorkommt – und irgendwie auch wieder nicht. Das ist auch so gewollt – der Münchner Privatsender Sat.1 hat mit den Dreharbeiten zu einer Satire begonnen, die an den Fall des langjährigen FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß (63) angelehnt ist (wir berichteten). Uwe Ochsenknecht (59) muss darin als Sportfunktionär wegen Steuerhinterziehung in Haft und krempelt mit seinen Ideen den gesamten Knast um. Am Dienstag fiel in Berlin die erste Klappe für „Udo Honig – kein schlechter Mensch“. Mitte März soll es in München weitergehen.

„Dabei handelt es sich um ein frei erfundenes Szenario“, stellte Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow klar. Das war’s aber auch schon mit der Zurückhaltung, bei der Besetzung hat der Privatsender dafür einige Stars verpflichtet. So spielt Heiner Lauterbach (61) – er und Ochsenknecht duellierten sich bereits im Kultfilm „Männer“ aus dem Jahr 1985 – den Gefängnisdirektor, Hannes Jaenicke (54) tritt als „Lichtgestalt“ namens „Franz Kaiser“ auf, Wolfgang Fierek gibt die Spielerlegende „Paul Greitner“. Und auch der bayerische Ministerpräsident darf nicht fehlen, Wolfgang Krebs spielt „Horst Hofersee“.

In weiteren Rollen spielen Gisela Schneeberger (Marion Honig), Max von Thun und Martin Feifel. Auch Udo Honig in jungen Jahren ist zu sehen – eine Rolle, die aber trotzdem in der Familie bleibt, denn sie wird von Ochsenknechts Sohn Wilson Gonzalez (24) gespielt.

„Das Spannende an einer Figur wie Udo Honig mit einem so starken inneren Antrieb ist für mich als Schauspieler die enorme Fallhöhe“, sagte Ochsenknecht. „Bei einer derartigen Rolle muss man in erster Linie dem Menschen dahinter und seinen Stärken und Schwächen gerecht werden“, vor allem wenn die mit einem Augenzwinkern erzählt werde. So sieht es auch Lauterbach: „Die eventuellen Ähnlichkeiten zu lebenden prominenten Personen oder Begebenheiten bieten eine besondere Brisanz, der es sich einerseits zu stellen gilt, die andererseits nicht unterschätzt werden sollte“, kommentierte er unlängst in der „Bild“-Zeitung.

Sat.1 hat mit Filmen über prominente Zeitgenossen schon Erfahrung. So lief im Jahr 2013 die Satire „Der Minister“ in Anlehnung an Aufstieg und Fall des CSU-Politstars Karl Theodor zu Guttenberg. Der Film mit Kai Schumann in der Titelrolle erzielte 4,44 Millionen Zuschauer. Im vergangenen Jahr zeigte der Sender dann das Dokudrama „Der Rücktritt“ über das politische Schicksal von Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Diese eher an der Realität orientierte Produktion mit Kai Wiesinger wollten nur 2,78 Millionen Menschen sehen.

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