DIE MÜNCHNERIN KERSTIN WEISE WILL MIT EINEM SCHOKOFRUCHTSAFT IN CARSTEN MASCHMEYERS SHOW „START UP!“ ÜBERZEUGEN

Eine Million für eine süße Idee

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Aus der Schokoladenfrucht kann man nicht nur Pralinen fertigen – sondern auch einen Saft, der herrlich erfrischend schmeckt. Die Idee dazu hatte Kerstin Weise, die in München-Schwabing das Schokoladengeschäft „Chokoin“ betreibt. Mit ihrer Produktidee tritt sie bei „Start Up!“ an. Fotos: Marcus Schlaf

Von katja Kraft. Ein Interview mit Kerstin Weise ausgerechnet in der Fastenzeit – wie ungeschickt!

Denn trifft man sie in ihrer Welt, wird’s zuckersüß. „Chokoin“ hat sie ihr Lädchen in der Nordendstraße 52 in München genannt. Hier macht jeder Bissen süchtig. Und demnächst womöglich auch jeder Schluck. Denn die 51-Jährige setzt künftig auf einen Saft, der berauscht wie Wein, aber ganz ohne Alkohol auskommt. Hergestellt aus dem Fleisch der Kakaofrucht. So die Idee. Damit’s mit der Umsetzung klappt, hat sich Weise bei der neuen Sendung „Start Up!“ beworben. Unternehmer Carsten Maschmeyer sucht darin ab heute immer mittwochs um 20.15 Uhr nach einfallsreichen Köpfen, die mit ihm zusammen neue Produkte auf den Markt bringen möchten.

Anders als bei der mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten Vox-Gründershow „Höhle der Löwen“, wo der 58-Jährige ebenfalls in der Jury sitzt, brauchen die Kandidaten hier keinen fertigen Plan, noch nicht einmal ein fertiges Produkt. „Was bei der Bewerbung zählte, war allein die Idee. Da hab’ ich gedacht: Okay, ich hab’ ja nur die Idee – warum nicht?“, erzählt Weise. Und tatsächlich, innerhalb kürzester Zeit wurde sie zum Casting in München eingeladen. Die Idee vom Schokoladenfruchtsaft überzeugte. Heute Abend ist die Münchnerin in der ersten Folge zu sehen. Gegen 2000 Mitbewerber hat sie sich durchgesetzt, 34 andere sind noch mit ihr im Rennen. Wessen Idee Maschmeyer am meisten begeistert, der gründet zusammen mit ihm ein eigenes Unternehmen und erhält von ihm als Startkapital eine Million Euro.

Weise hat gute Chancen. Weil sie in unserer Wegwerfgesellschaft auf Nachhaltigkeit setzt. Das Fleisch der Kakaofrucht landet bei der Schokoladenproduktion nämlich normalerweise im Abfall. Nur die Bohnen werden aus der Frucht herausgeschält, alles andere verkommt. „Insofern biete ich auch den Bauern eine weitere Einnahmequelle“, betont die Geschäftsfrau. Und wenn sie dann noch von ihrer Idee erzählt, die Etiketten auf den Fläschchen, in denen der Saft einmal verkauft werden soll, aus Papier zu fertigen, das aus der Kakaoschote hergestellt wird, würde man selbst am liebsten rufen: „Gekauft!“

Wobei eine wichtige Frage zu stellen bleibt: Wie schmeckt er überhaupt, der neue, verführerische Saft? „Wie eine Mischung aus Litschi, Vanille und einem ganz ganz kleinen Spritzer Zitrone.“ Macht noch dazu so glücklich wie Schokolade, verspricht Weise – und deutet mit einem Blick auf die Pralinen, die da vor ihr in der Auslage liegen. Gemein köstlich schauen sie aus. Gemein verführerisch duften sie. Wenn die Investoren da nicht anbeißen, kann es nur an der Fastenzeit liegen...

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