Die Sendung dümpelt dahin

Dschungelcamp 2019 hat weniger als fünf Millionen Zuschauer: tz analysiert die Dschungel-Krise

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Eine Prüfung aus „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“.
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Das Dschungelcamp steckt in der Zuschauer-Krise - nur fünf Millionen Zuschauer wollten die sogenannten Promis in Australien sehen. Woran es liegt - die tz* analysiert.

München - Über acht Millionen Zuschauer im Schnitt – das war der bisher beste Wert der Dschungelshow. 2014 knallten bei RTL deswegen die Korken – in der Spitze schauten damals, als Melanie Müller am Ende auf dem Thron saß, über zehn Millionen zu. Und heuer? Dümpelt die Sendung so dahin – der Dschungel steckt in der ­Krise!

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Schon die Auftaktfolge am Freitag hatte mit 5,95 Millionen die schwächste Reichweite seit 2009. 2018 waren es noch 6,49 gewesen, 2017 gar 7,36 Millionen. Und es ging weiter bergab: Am Samstag lag die Quote bei 5,17 Millionen. Sonntag waren es nur noch 4,43 Millionen, Montag 4,63 Millionen.

Dschungelcamp: RTL will von Krise nichts wissen

Bei RTL spricht man nach wie vor von „sehr guten“ Zuschauerzahlen und verweist auf einen „Rekord“, der beim kleinen Schwestersender RTLplus erlangt wurde: Dank Die Stunde danach, wo Tag für Tag das Camp-Geschehen nachbereitet wird, kam der Sender mit einem Tagesmarktanteil von 1,6 Prozent auf den stärksten Wochenauftakt seit Bestehen. Immerhin.

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Was sind die Gründe, dass die Maden nicht mehr so viele Zuseher anlocken wie in den vergangenen Jahren? Punkt 1: Die Show ist zu berechenbar geworden: Es gibt immer eine Heulsuse (Gisele!), einen etwas schrägen Alten (Tommi Piper!), eitle Gockel (Chris Töpperwien, Bastian Yotta) und nackerte Nymphomaninnen à la Leila Lowfire. Punkt 2: Die Kandidaten sind noch unprominenter als zuletzt.

Wer nicht RTL-Trash wie Bachelor sieht, kennt niemanden

Wer nicht regelmäßig RTL-Trash wie Bachelor sieht, ist aufgeschmissen und kennt – eigentlich niemanden. Punkt 3: Die Moderatoren zünden heuer nicht. Es sieht so aus, als seien die Autoren um Micky Beisenherz altersmilde geworden. Und Punkt 4: Das Alternativ-Angebot zur Dschungelshow wird mit jedem Jahr größer. Streamingdienste wie Amazon Prime und Netflix kosten RTL & Co. einfach Zuschauer.

thy

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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