RUSSISCHE HACKER GREIFEN ZDF UND WDR AN – „ATTACKE WURDE SCHNELL ENTDECKT“

Diebesgrüße aus Moskau

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Ziel eines Hackerangriffs: Die ZDF-Sendezentrale in Mainz. Foto: ZDF

von Cane-Sophie Buzludag. Das ZDF ist Anfang Juni Ziel eines Hackerangriffs geworden.

Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag auf Anfrage mit. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte zuvor darüber berichtet. Weniger als zehn Rechner seien von dem Angriff betroffen gewesen, erklärte der Mainzer Sender. Die Attacke sei schnell entdeckt worden. Außerdem gebe es keine Hinweise auf einen gezielten Angriff auf bestimmte Daten.

Wie das Magazin berichtete, sollen russische Hacker der Gruppe „Sandworm“ hinter der Attacke stecken. Auch der Westdeutsche Rundfunk (WDR) soll dem „Spiegel“-Bericht zufolge betroffen gewesen sein. Eine WDR-Sprecherin wollte dies am Freitag nicht bestätigen. „Wir äußern uns aus sicherheitstechnischen Gründen grundsätzlich nicht zu solchen Fragen“, sagte sie. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe erklärte auf Anfrage: „Wir kommentieren das nicht.“

Im aktuellen „Cyberbrief“ spricht das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) von einer „Angriffswelle mit mutmaßlich nachrichtendienstlichem Hintergrund“, von der auch deutsche Medienunternehmen betroffen seien. Es gebe Indizien, dass diese Angriffe „Sandworm“ zuzuordnen sind. Wie der „Spiegel“ berichtet, soll „Sandworm“ mutmaßlich eine Hackergruppe des russischen Militärgeheimdienstes GRU sein. Die Gruppe wurde in der Vergangenheit in Russland verortet und ist dem BfV zufolge seit mindestens 2013 aktiv. Sie soll Cyberspionage gegen die Nato, westliche Regierungszentralen und Telekommunikationsunternehmen betrieben haben, später auch gegen ukrainische Energieversorger.

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