RICHARD-STRAUSS-FESTIVAL IN GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Bühne Berg

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Symbolträchtiger Akt: Alexander Liebreich und Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer unterzeichnen am Wank den Drei-Jahres-Vertrag fürs Richard-Strauss-Festival. Foto: Sehr

Alexander Liebreich will die Natur in sein Programm einbinden

von tanja brinkmann

Seine Musik erklingt weltweit. In allen großen Opern- und Konzerthäusern. Richard Strauss gehört fest ins Repertoire. Deshalb liegt Alexander Liebreichs Fokus auch nicht allein auf der Musik. In seinem Konzept spielt die Garmisch-Partenkirchner Bergwelt eine entscheidende Rolle. „Die gibt es nur hier, das ist einmalig.“ Die Natur seiner Garmisch-Partenkirchner Wahlheimat, in der Strauss 1908 eine Villa bezog, „war schließlich seine Inspirationsquelle“. Deshalb steht für Liebreich außer Frage, diese künftig ins Richard-Strauss-Festival einzubinden.

Ab 2018 ist er für das Programm verantwortlich, mit dem der Komponist in Garmisch-Partenkirchen geehrt wird. Den Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnete der Chefdirigent des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks am Freitag auf dem Wank.

Ein symbolträchtiger Akt, denn die Terrasse der Gipfel-Gaststätte ist eine der Spielstätten, die Liebreich im Blick hat. „Perfekt“ nennt der künftige Künstlerische Leiter diesen Ort, von dem die Besucher einen Traumblick aufs Zugspitzmassiv haben.

Dazu passt, dass Liebreich in wenigen Wochen Strauss’ Alpensinfonie in Garmisch-Partenkirchen dirigieren wird. Für Brigitte Fassbaender, die das Festival heuer zum letzten Mal präsentiert, setzt er am 30. Mai (19.30 Uhr im Olympia-Eissportzentrum) den fulminanten Schlusspunkt. Um die 130 Musiker lassen die Besteigung eines Bergs, das Gipfelglück, das nahende Gewitter und schließlich die sichere Rückkehr ins Tal vor dem geistigen Auge der Zuhörer erscheinen. Ein Genuss, von dem das Publikum gar nicht genug bekommen kann. Und ein Werk, das perfekt zu Liebreichs Ansatz passt, die wunderbare Musik auch in die Natur hinauszutragen.

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