Blick zurück nach vorn

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Mit den Frauentürmen im Rücken blickten Intendant Martin Kušej (Mi.), sein Chefdramaturg Sebastian Huber und Pressesprecherin Sabine Rüter nicht nur auf die kommende, sondern auch auf die laufende Spielzeit des Münchner Residenztheaters. Aktuell liegt die Auslastung bei 81,2 Prozent. „Wir sind sehr zufrieden. Aber es ist immer noch Luft nach oben“, sagt Kušej. Foto: julia Krüger

Martin Kušej plant die neue Saison am Münchner Residenztheater mit Klassikern des Repertoires und modernen Texten. von michael schleicher.

Einen Tag nach der Verlängerung seines Vertrags als Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels (wir berichteten) stellte Martin Kušej am Mittwoch seine Pläne für die Spielzeit 2015/16 vor: „Der Feind im Inneren“ ist das Motto der kommenden Saison am Münchner Residenztheater. Schließlich sei die Gegenwart geprägt von einer „Zunahme an Verdächtigungen und der permanenten Beobachtung“, erklärte der 53-Jährige, der noch kurz vor der Pressekonferenz die Generalprobe seiner Inszenierung „Ich ich ich“ geleitet hatte. Diese Koproduktion seines Hauses mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen feiert dort am Sonntag Premiere, in München kommt sie am 21. Mai heraus.

Der Themenschwerpunkt der neuen Spielzeit spiegelt sich unter anderem in vier Inszenierungen zeitgenössischer Stücke, darunter die deutsche Erstaufführung von Peter Handkes „Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rande der Landstraße“. Eröffnet wird die Saison am 25. September dagegen mit einem Klassiker des Repertoires: Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“ in der Inszenierung von David Bösch. Der Regisseur ist 2015/16 mit einer weiteren Produktion am Haus vertreten – mit „Mensch Meier“ gibt’s, endlich mal wieder, ein Kroetz-Stück. Und nachdem in der vorangegangenen Spielzeit bereits Heiner Müllers „Zement“ am Residenztheater zu sehen war, steht in der kommenden nun das Drama „Philoktet“ des viel zu selten gespielten Dramatikers (1929–1995) auf dem Programm. Inszenieren wird Ivan Panteleev, dessen Abend „Warten auf Godot“ als Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin bereits diesen Sonntag und Montag am Residenztheater zu erleben ist.

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