HELENE FISCHER BRICHT SCHWEIGEN ZUM ECHO-SKANDAL

„Beschämend“

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von Gregor Tholl und Markus Thiel. Eine Woche nach dem Eklat um die Echo-Auszeichnung für das als antisemitisch kritisierte Album der Rapper Kollegah und Farid Bang schaltet sich nun auch Helene Fischer in die Debatte ein.

Sie habe es „unangemessen und beschämend“ gefunden, „die beiden bei der Preisverleihung auf der Bühne in dieser Art ,performen‘ zu sehen“, schreibt die Sängerin auf ihrer Facebook-Seite.

Die Ehrung sei lange ein Publikumspreis gewesen, auf den man stolz sein konnte, erklärt die 17-fache Gewinnerin: „Trotzdem finde ich, hätte man vorher überlegen sollen, ob man Gewalt, Hass und Wut eine solch große Präsenz im Fernsehen geben muss. Ich nehme an, dass ihr mir zustimmt, wenn ich hier sage: Nein. Den Echo zu gewinnen, ist vielleicht das eine, die beiden dort auch noch auftreten und ihre Show machen zu lassen, fand ich persönlich bedrückend.“ Ihr seien „Werte wie Menschlichkeit, Toleranz, Respekt und Gewaltfreiheit“ wichtig – egal, „woran man glaubt, woher man stammt, welche Hautfarbe man hat oder wen man liebt“.

Als unsere Zeitung zu Beginn der Woche die 33-Jährige um eine Einschätzung zum Echo für Kollegah und Bang gebeten hatte, wollte sie sich nicht äußern. Nun schreibt sie, es ärgere sie, dass das Thema immer wieder mit ihrem Namen verknüpft worden sei. Sie habe daher ihr Schweigen gebrochen: „Da ich mir meiner Verantwortung als Künstlerin und vielleicht auch als Vorbild für jüngere Generationen durchaus bewusst bin, richte ich mich jetzt direkt an euch.“

Unterdessen haben – wie andere Künstler – auch Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden ihre Klassik-Echos zurückgegeben, wie der Dirigent gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Durch die Ehrung von Kollegah und Farid Bang sei der Echo zum „Symbol des Zynismus“ geworden.

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