Atemlos durch das Jahr

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Dauerpräsenz im Fernsehen und in den Charts: Sängerin Helene Fischer (30). Foto: Schneider Press

Shows . Das ZDF zeigt heute den Mitschnitt eines Konzerts mit Helene Fischer – und plant weiter mit dem Star.

VOIn Carsten Rave

„Atemlos durch die Nacht“ lautet der jüngste Erfolgstitel Helene Fischers, „Atemlos durch das Jahr“ könnte das Motto der Sängerin für das Jahr 2015 lauten. Der Marktwert des Schlagerstars ist immens und wird dem blonden, nur 1,58 Meter großen Star Millionenumsätze bescheren. Ein Fernsehsender will am Erfolg der 30-Jährigen teilhaben – das ZDF. Heute um 20.15 Uhr serviert der Mainzer Sender die Höhepunkte eines Gastspiels in Hamburg am 8. und 9. November vergangenen Jahres. Ihre Konzertshow „Farbenspiel“ ist ein Spiegel der vier Jahreszeiten, Helene Fischer will darin zeigen, wie vielseitig sie ist.

Die gebürtige Russin singt neben „Atemlos durch die Nacht“ Hits wie „Phänomen“ oder „Marathon“ und schlüpft wie so oft in verschiedene Rollen und Kostüme. In diesem Jahr plant das ZDF ferner, das Abschlusskonzert ihrer Stadiontournee im Juli im Berliner Olympiastadion sowie eine Ausgabe der „Helene Fischer Show“ zum Jahresende zu übertragen. „Ich freue mich riesig auf meine beiden Konzerte im ZDF“, sagte die mit Preisen überhäufte Musikerin laut Mitteilung: „Besonders das Stadionkonzert im Sommer wird für meine Fans, die Zuschauer und natürlich für mich selbst ein fantastisches Erlebnis.“

Auch die ARD will vom Glanz Fischers profitieren. Wie berichtet, wird die Blondine in einem „Tatort“-Krimi an der Seite von Til Schweiger zu sehen sein. Kein schlechter Coup, den „Tatort“ sehen Millionen von Menschen. Das ZDF hatte unterm Strich dennoch das glücklichere Händchen. In die Hände spielte den Mainzern, dass sich Fischer nach zwei Weihnachtsshows im Ersten mit der ARD verkrachte und ins Zweite wechselte. Und der plötzliche Tod des Liedermachers Udo Jürgens am 21. Dezember 2014 machte die Gala zu dessen 80. Geburtstag am 30. September im Nachhinein zu einem historischen Ereignis. Das ZDF wiederholte die Show einfach an Weihnachten und erreichte prompt mehr als 6,5 Millionen Zuschauer.

Die nationale Trauer um Jürgens passte genau zur Stimmung in der Show, in der der Star kurz vor seinem Bühnenabgang noch ein paar Tränen verdrückte. Diese höchst emotionsgeladene Gala stieß aber auch auf heftige Kritik. Vermutlich sei die Helene Fischer Show das einzige „Fernsehreservat für die klassische Showtreppe und ölige Galane, die die Hauptperson des Abends von besagter Treppe auf die Bühne führen“, schrieb „Spiegel online“ nach der Ausstrahlung. Ganz in Weiß, mit kurzem Cape angetan, habe Helene Fischer zu Beginn ihrer Show „aseptisch“ gewirkt.

Dass die Lebensgefährtin von Volksmusikmoderator Florian Silbereisen, die aus dem russischen Kranojarsk stammt und im Alter von vier Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland übersiedelte, ein Publikumsmagnet ist, daran führt kein Weg vorbei. Vielleicht erzeugt der kommerzielle Erfolg auch Neid innerhalb der Branche. Lästermaul Jan Böhmermann bezeichnete die Künstlerin „als die singende Sagrotanflasche“. Komikerin Carolin Kebekus (34) erntete mit ihrer Parodie „Atemnot“ nicht nur Lob, sondern zog sich auch den Groll der Anhänger Fischers zu. „Erfolg macht neidisch. Ist hart anzuerkennen, nicht so ein Talent zu sein, nicht wahr, Frau Kebekus?“, twitterte ein Fan.

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