Alles nur Show!

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ende einer liebe . Das Schauspieler- und Autorenpaar Jutta Speidel und Bruno Maccallini hat sich getrennt – schon vor 18 Monaten.

von Wolfgang de Ponte

Noch im September und Oktober zelebrierten Jutta Speidel (60) und Bruno Maccallini (54) auf einer Lesetour zu ihrem neuen Buch „Wir haben doch ein Auto“ ihre Beziehung vor großem Publikum – jetzt ist klar: Das war alles nur Show. Die Schauspielerin und der smarte Italiener sind schon seit eineinhalb Jahren getrennt! Das bestätigte die TV-Diva der tz gestern am Telefon. Adio Amore! Über die Gründe wollte sie sich nicht weiter äußern - stattdessen sagte sie nur einen Satz: „Es ist alles gut.“

Das muss sich zuletzt noch ganz anders angefühlt haben - zumindest für Maccallini, der schon seit längerer Zeit wieder in Rom lebt und in Italien inzwischen vor allem als Regisseur arbeitet. „Wir hatten sehr schwierige Zeiten, es gab immer wieder Streit mit Jutta und jetzt haben wir endlich einen Schlussstrich gezogen“, sagte der Nescafé-Cappuccino-Mann der Illustrierten Bunte. Beide wollen aber auch künftig eng miteinander in Verbindung bleiben. „Unsere große Liebe hat sich nach elf Jahren in eine tiefe Freundschaft gewandelt. Sie wird in uns bleiben. Bruno ist ein Teil unserer Familie“, zitiert die Bunte Jutta Speidel. Klingt noch immer sehr herzlich.

Der Ton war zuletzt allerdings recht rau geworden zwischen „unserem Lieblings-Reisepaar“, wie Barbara Schöneberger im April das Duo noch in der NDR-Talkshow begrüßte. Bei der Präsentation ihres neuen Buches nörgelte Speidel vor laufenden Fernsehkameras sogar, dass Maccallini wie ein Kleinkind gepampert werden müsse und schob noch nach: „Meine Kinder sagen: ,Der hebt ja nicht mal den Hintern hoch, um einmal etwas wegzuräumen.’“ Maccallini stand bedröppelt daneben.

Dabei begann alles einmal so romantisch. Die Münchnerin und der Römer verliebten sich 2003 bei den Dreharbeiten für den Fernsehfilm „Das schönste Geschenk meines Lebens“ an der Amalfi-Küsten – und das, obwohl Maccallini damals noch verheiratet war. Lange zögerte der Italiener Frau und Kind zu verlassen, kurzzeitig schien er sogar wieder ganz zu ihnen zurückkehren zu wollen, doch 2005 entschied er sich für seine deutsche Liebe.

Ein Jahr später dokumentierte das Paar seine Leidenschaft mit der CD „Das Hohelied der Liebe“. Doch eine gewisse Distanz blieb. Obwohl sich Maccallini 2009 schließlich scheiden ließ, zog das Paar nie ganz zusammen. Und eine Heirat schloss Jutta Speidel von Anfang an kategorisch aus. „Ich brauch keinen Gatten, ich brauch einen Lieb-Haber!“, sagte sie einmal. Und vertrat damit genau das Gegenteil von dem, was sich ihr Liebster wünschte. Denn Maccallini betonte in Gesprächen immer wieder, dass er das Gefühl schön fände, verheiratet zu sein… War das der Fallstrick, in dem sich ihre Liebe verhedderte?

Eines steht jedenfalls fest: Als Schauspielerin überzeugt Jutta Speidel nicht nur am Set: Noch zu ihrem 60. Geburtstag – heuer im Frühjahr – kokettierte sie mit dem Rezepten für ihre glückliche Beziehung: „Toleranz, Humor, gute Kommunikation“ – dabei war sie zu dieser Zeit schon längst wieder solo.

Und nun also Freundschaft. Klingt sehr charmant – und ist auf jeden Fall auch gut fürs Geschäft. Bücher, CDs, Filme, Lesetouren – was das Paar anpackte, hatte Erfolg. Bis jetzt.

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