Unglaublich hohe Beteiligung der Zuschauer 

„Aktenzeichen XY“-Moderator Cerne über Fall Rebecca: „... das macht den Fall so einzigartig“

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Rudi Cerne berichtet im „Aktenzeichen XY“-Studio über die vermisste Rebecca aus Berlin. 

Seit über zwei Wochen fehlt von Rebecca Reusch aus Berlin jede Spur. Am Mittwochabend war nun der Chefermittler in Aktenzeichen XY zu Gast. Nun spricht Moderator Rudi Cerne über den Fall.

„Aktenzeichen XY“-Moderator Cerne über vermisste Rebecca: „... das macht den Fall so einzigartig“

19.27 Uhr: Die Zuschauer-Beteiligung bei der Sendung von „Aktenzeichen XY ungelöst“ über die vermisste Rebecca war außerordentlich hoch. Beim ZDF sind massenhaft Hinweise eingegangen, die den Ermittlern weitergeleitet wurden. Die Sendung war jedoch auch für Moderator Rudi Cerne, der das Format seit über 17 Jahren leitet, anders als sonst. So schreibt er in einem Gastbeitrag bei bild.de: „Normalerweise kommen Ermittler zu uns in die Sendung, weil die Spuren zum Täter zu dünn sind. Dass es einen Verdächtigen gibt, den die Polizei sogar im Foto zeigt – das ist auch für uns eine Premiere, das hatten wir in dieser Form noch nie. Und genau das macht den Fall so einzigartig.“ 

Denn die Konstellation rund um die Verschwundene ist das, was so außergewöhnlich ist: „Ein Mädchen ist verschwunden, ein Mann dringend tatverdächtig. Demnach sind zwei Familien involviert, die beide derzeit in schrecklicher Ungewissheit leben. Es ist dramatischer, als man es sich in der Fiktion jemals ausdenken könnte.“ 

Der Fall habe die ganze Redaktion von Anfang an sehr beschäftigt und man habe den Ermittlern angeboten, in die Sendung zu kommen. Nachdem der Tatverdächtige am vergangenen Donnerstag festgenommen worden war, habe man dann nicht mehr damit gerechnet, dass der Fall in die Sendung gelange. Dann aber die Wende: „Nach seiner Freilassung am Freitag riefen sie uns an“, so Cerne. 

Auch über seine persönliche Wahrnehmung des Falls schreibt Cerne: „Wenn ich gefragt werde, was ich über Rebeccas Verschwinden denke, sage ich zunächst erst einmal, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen möchte, das halte ich für anmaßend.“ Er halte es da wie die Eltern von Maddie McCann, „die seit dem Verschwinden sagen, dass ihre Tochter für sie so lange lebt, bis das Gegenteil bewiesen wird. Denn dass Rebecca lebt: das ist für alle Beteiligten nur zu hoffen.“ 

Lesen Sie alle aktuellen Informationen zu dem rätselhaften Vermisstenfall in unserem Nachrichten-Ticker. Währenddessen sucht auch die Polizei Verden nach einem 15-jährigen Mädchen. Von Katharina B. fehlt seit dem 12. Februar jede Spur.

In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am 5. Juni wird auch die brutale Misshandlung eines Ehepaars aus Wolfsburg behandelt, wie nordbuzz.de* berichtet.

9.28 Uhr: Obwohl der Schwager der vermissten Rebecca noch immer in Untersuchungshaft sitzt, beschäftigte sich auch die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY mit der Suche nach der 15-Jährigen. Nach der Ausstrahlung neuer Hinweise standen sowohl im Münchner Aufnahmestudio in Ismaning als auch bei der 3. Berliner Mordkommission die Telefone nicht mehr still. Noch während der Live-Sendung wurde durch Moderator Rudi Cerne vermeldet, auch weiterhin anzurufen und sich notfalls am nächsten Tag bei dem eigenen Polizeirevier vor Ort zu melden. 

Einen Tag nach der Live-Sendung veröffentlichte das ZDF nun die Anmerkung, dass es aufgrund der ungewöhnlich hohen Zuschauer-Beteiligung nicht möglich war abzuschätzen, wie zielführend die Hinweise tatsächlich waren. Die Berliner Mordkommission wird jedoch jeden eingegangen Hinweis überprüfen. Wie die Bild erfahren haben will, soll es sich dabei um rund 150 neue Hinweise handeln.  

Alle aktuellen Informationen zum Vermisstenfall Rebecca finden Sie in unserem Nachrichten-Ticker. 

21.55 Uhr: Die Leitungen bei Aktenzeichen XY laufen offenbar heiß. Wie Alfred Hettmer vom LKA München am Ende der Sendung bekannt gibt, würden sich so viele Zuschauer melden, dass die Beamten gar nicht Zeit hätten, alle Anrufe sofort zu beantworten. Er bittet sogar darum, erst morgen wieder anzurufen. Hoffentlich kann man damit dem Verschwinden Rebeccas auf den Grund gehen.

21.30 Uhr: Kriminalkommissar Hoffman äußert sich nun zum Fall Rebecca. Auch live im TV bestätigt er, dass Rebecca vermutlich getötet wurde. Außerdem hätte die Polizei Grund zur Annahme, dass Rebecca das Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers nie verlassen haben dürfte. Deswegen sei der 27-Jährige dringend Tatverdächtig.

Hoffmann richtet sich bei Aktenzeichen XY auch direkt an den Bekanntenkreis Rebeccas. Wer ihren Schwager oder seine Freunde näher kennt, soll sich unbedingt beim LKA Berlin melden.

Aktenzeichen XY im ZDF: Ermittler erhoffen sich neue Hinweise im Fall Rebecca

20.17 Uhr: Nun geht es los, Aktenzeichen XY ist live auf Sendung. Erst im Laufe der Sendung soll ein Beamter der Berliner Polizei sich zum Fall Rebecca äußern, so Moderator Rudi Cerne.

18.15 Uhr: Um 20.15 Uhr ist es so weit, bei Aktenzeichen XY im ZDF wird ein Mitarbeiter der Polizei Berlin über neue Entwicklungen im Fall Rebecca berichten. Das bestätigt nun auch die Polizei selbst auf Twitter. Live im Studio soll EKHK Hoffmann sein, Leiter der dritten Mordkommission. 

Chefermittler bei Aktenzeichen XY: Hoffnung auf neue Hinweise im Fall Rebecca

Ismaning/Berlin - Knapp 16 Tage wird Rebecca Reusch aus Berlin bereits vermisst, noch immer fehlt von der 15-Jährigen jede Spur. Obwohl der Schwager des Mädchens in Untersuchungshaft in Berlin-Moabit sitzt, ist das Rätsel um die Schülerin noch immer nicht gelöst. Die Staatsanwaltschaft Berlin geht mittlerweile von einem Tötungsdelikt aus, die Leiche von Rebecca ist jedoch noch immer unauffindbar. 

Am Mittwoch veröffentlichte die Polizei Berlin dann Fotos des Tatverdächtigen, des Autos und der verschwundenen Decke.

Trotzdem erhoffen sich die Ermittler über einen Auftritt in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am Mittwochabend neue Hinweise auf den Verbleib der 15-Jährigen. 

Lesen Sie auch bei fnp.de*: Nach Aktenzeichen XY: Es gibt eine neue Spur im rätselhaften Friedberger Mordfall

Wo ist Rebecca Reusch? „Aktenzeichen XY“ berichtet über Vermisstenfall

Wie Focus Online berichtet, sei besonders die Dringlichkeit des Falls Grund für einen Auftritt des Chefermittlers in der Live-Sendung. „In dem Fall ist unheimlich viel Bewegung und mit jedem Tag, der ohne bahnbrechende Information vergeht, verrinnt immer mehr die Hoffnung, dass Rebecca noch lebend gefunden werden kann“, erklärt Rudi Cerne, Moderator von „Aktenzeichen XY“. 

Video: Polizei sucht weiter nach Rebeccas Leiche

Obwohl der Schwager des Mädchens mittlerweile als dringend tatverdächtig gilt und sogar Fotos des 27-Jährigen veröffentlicht wurden, erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise auf den Verbleib des Mädchens. „Die Ermittler scheinen mit den herkömmlichen Ermittlungsmethoden nicht schnell genug vorwärtszukommen und setzen darauf, in unserer Sendung hilfreiche Hinweise zu bekommen. Solange noch keine Leiche gefunden ist, habe auch ich immer noch Hoffnung“, erklärt Cerne. 

Rebecca Reusch aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst. 

„Aktenzeichen XY“ (ZDF) berichtet über vermisste Rebecca Reusch aus Berlin

Welche Informationen genau in der Sendung veröffentlicht werden, ist noch unbekannt. Der Moderator kann sich jedoch vorstellen, dass die Ermittler vor allem auf weitere Hinweise zu der Autobahnfahrt des Schwagers Richtung Frankfurt/Oder hoffen. „Die Hoffnung besteht immer, dass wir dazu beitragen können, dass ein Kriminalfall gelöst wird“, zeigt sich Cerne optimistisch und erinnert an den Vermisstenfall Georgine Krüger. „Zwölf Jahre nach dem Verschwinden konnte die Polizei einen Verdächtigen verhaften. Angehörige von Georgine waren bei uns im Studio, kurz darauf wurde der Fall geklärt“, berichtet der 60-Jährige im Interview. 

Im Dezember 2018 berichtete „Aktenzeichen XY“ über eine Vergewaltigung in Wuppertal. Der Hinweis eines Zuschauers sorgte im Live-Studio für eine Überraschung. 

In der aktuellen Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ stellte das ZDF den „Cold Case“ eines unbekannten Toten vor. Nun könnte tatsächlich ein Durchbruch erfolgen.

mef

*fnp.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes der Ippen-Digital-Zentralredaktion

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