WEIL CHRISTINE KAUFMANNS TOCHTER ALEXANDRA ZURÜCK IN DIE USA MUSS, WIRD DIE TRAUERFEIER ERST SPÄTER STATTFINDEN

Abschied im engsten Kreis

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Klaus Zey kommt gerade aus der Klinik: „Ich hab’ sie jetzt noch einmal gesehen, sie wirkt sehr gelassen, bei sich.“ Noch immer ist sie im Klinikum Bogenhausen aufgebahrt.

Am heutigen Donnerstag will die Familie noch einmal geschlossen zu ihr gehen – und anschließend eine kleine Abschiedsfeier zelebrieren. „Ihr Gesicht ist nach wie vor wunderschön, ja monumental, wie ein Denkmal“, sagt Klaus Zey liebevoll. Für ihn, Christine Kaufmanns vierten Ehemann, ein wichtiger Tag. Denn die letzten Tage in der Klinik, als die 72-Jährige Morphium gegen die Schmerzen bekam, war sie nicht mehr ansprechbar. „Ich konnte mich nicht mehr verabschieden.“ Gelegenheit dazu gäbe es jetzt noch, so Zey. „Sie ist noch eine Zeitlang aufgebahrt.“ Dann, so Zey, beratschlage die Familie, wann und wo es eine Trauerfeier geben wird.

Noch immer stehe die Familie unter Schock. Unfassbar, dass sie plötzlich nicht mehr mit dem Fahrrad um die Ecke am Elisabethmarkt gebogen komme. „Sie war eben nicht nur ein Weltstar, sondern auch ein Schwabinger Original.“ Zey, der von 1997 bis 2011 mit Christine Kaufmann verheiratet war, kümmert sich in diesem Tagen mit dem Bruder Hans-Günther Kaufmann und den beiden Töchtern Alexandra und Allegra um die Formalitäten. Allerdings: Alexandra muss am Donnerstag wieder zurück in die USA fliegen. Ein Grund, eine kleine, sehr intime Abschiedsfeier zu machen. Zurück in München bleiben Allegra Curtis mit ihrem 14-jährigen Sohn Raphael. Beide sind erst kürzlich in die Schwabinger Zweizimmer-Wohnung von Kaufmann eingezogen. Auch Klaus Zey lebt um die Ecke. „Wir haben uns praktisch jeden Tag gesehen“, sagt er. Trotz Trennung waren sie eng verbunden. Ein Band, das auch nach dem Tod nicht abreißt.

Um das Organisatorische kümmert sich Hans-Günther Kaufmann. Er muss trotz des Schocks und der Trauer über den Tod seiner geliebten Schwester versuchen, einen klaren Kopf zu bewahren. „Wir sind dabei, die letzten Dinge vorzubereiten“, so Hans-Günther Kaufmann. Eine Trauerfeier wird es geben – doch noch steht nicht fest, wann. Weil Alexandra wieder in die USA zurückreisen muss, „wird die Trauerfeier an einem späteren Zeitpunkt“ stattfinden, so Kaufmann. Das wollen allerdings Alexandra und Allegra dann entscheiden – und eventuell gar nicht öffentlich machen. „Eine Beerdigung oder eine Urnenbestattung wird voraussichtlich im engsten Kreis stattfinden.“ Am Mittwoch kondolierte auch Oberbürgermeister Dieter Reiter den Töchtern: „Ich wünsche Ihnen für die kommenden schweren Wochen viel Kraft und für die Zukunft auch Trost in dem Wissen, dass die Erinnerung an Christine Kaufmann in allen Generationen durch ihr unvergessliches schauspielerisches Wirken in Film und Fernsehen weiterleben wird.“

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