DER VORLETZTE FALL VON „BELLA BLOCK“, DEN DAS ZDF AN DIESEM SAMSTAG UM 20.15 UHR AUSSTRAHLT, SPIELT IN DER PROVINZ

Vor dem Abschied ein Abstecher

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Bella Block (Hannelore Hoger, re ) und Jens Johannsen (Henrik Birch, li.). Foto: ZDf

Von Almut Kipp und Dorit Koch. Als „deutsche Miss Marple“ hat sich Schauspielerin Hannelore Hoger (75) mit ihrer Kommissarin Bella Block im Fernsehen verewigt – zum Ende zieht sie selbst noch einmal den Vergleich zu der schrulligen Detektivin.

Deren britische Darstellerin Margaret Rutherford sei eine wunderbare Theaterschauspielerin gewesen, habe nur wenige „Miss Marple“-Filme gedreht und damit Weltruhm erlangt, sagte Hoger bei der Vorstellung ihrer beiden letzten „Bella Block“-Auftritte. Vier Mal gab Rutherford (1892-1972) in den 1960er-Jahren die Jane Marple, Hoger schaffte es auf 38 Einsätze mit ihrer Bella Block. Doch bevor im nächsten Frühjahr in Hamburg „Tschüss“ gesagt wird, zeigt das ZDF an diesem Samstag um 20.15 Uhr den vorletzten Fall.

In „Stille Wasser“ verschlägt es die Hamburgerin in die brandenburgische Provinz. Eine Autopanne zwingt sie zu einem Stopp in einer Kleinstadt, wo sie in der Werkstatt von Jens Johannsen landet. Der Kfz-Mechaniker kann ihr helfen – und Bella ihm: Sein Zwillingsbruder Lars ist kurz zuvor nachts an einem Herzinfarkt gestorben, aber Jens hat Zweifel an der Todesursache.

Der dänische Schauspieler Henrik Birch übernahm die Doppelrolle der beiden Brüder, die wegen einer Frau von Dänemark nach Ostdeutschland gezogen waren. Schon steckt Bella mittendrin in den Ermittlungen, die sie bis auch ins Bordell der kleinen Stadt führen.

„Anders“ soll die vorletzte Episode nach den Worten von Regisseur Jo Baier sein: „Nicht so dramatisch wie sonst, nicht so ,dunkel‘, eher heiter“, beschreibt der Grimme-Preisträger („Der Laden“, „Nicht alle waren Mörder“) seine „Bella Block“-Premiere. Dass der Film weniger auf Spannung setzt, lässt Sympathieträgerin Hoger Platz für mehr Leichtigkeit – bevor es im finalen Fall wieder düster werden soll.

Wenn sich „Bella Block“ 2018 mit dem Film „Am Abgrund“ verabschiedet, endet eine 25-jährige Erfolgsgeschichte im ZDF. Als sie im Sommer 1993 mit den Dreharbeiten begannen, gab es im deutschen Fernsehen kaum weibliche Ermittlerfiguren. Für den Geschäftsführer der Produktionsfirma Ufa Fiction, Joachim Kosack, hat Hoger eine „weibliche Ermittlerin für die Ewigkeit“ geschaffen, mit ihrer „oft sperrigen – und vielleicht auch gerade deshalb so beliebten – Figur“.

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