Aber die Richtige...

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Anja Harteros übernimmt in der zweiten Festspiel-Premiere die Titelrolle in Strauss’ „Arabella“. foto: agentur seifert

„Arabella“ mit Anja Harteros und Kino-Mann Andreas Dresen. „Aber der Richtige.

..“ Das ist die Zeile, die dem Opernfan bei „Arabella“ von Richard Strauss in den Sinn kommt. Ob das auch auf die Neuproduktion bei den Opernfestspielen zutrifft, wird sich erst weisen müssen: Im Regiestuhl sitzt Kino-Mann Andreas Dresen, bekannt für seine Filme „Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“ oder „Halt auf freier Strecke“. In die Welt der Oper hat er schon im Jahr 2006 hineingeschnuppert, mit „Don Giovanni“ am Theater Basel. Bayerns Staatsoper hat sich ja bei Gästen aus der Welt des Kinos schon mal die Finger verbrannt – mit Doris Dörrie bei Verdis „Rigoletto“.

Dresen ist bekannt als genauer, feinfühliger Arbeiter, der die große Geste eher scheut. Mit Interviews zu seiner Münchner Großtat hält er sich folglich vorerst zurück: Er möchte, so ließ er wissen, erst einmal seine „Arabella“ bei den Endproben als kompletten Durchlauf sehen. In seiner Produktion steht Philippe Jordan, Chefdirigent der Pariser Oper, am Pult.

Die Richtige ist bei der zweiten Festspielpremiere am 6. Juli jedenfalls dabei. Anja Harteros, die München mittlerweile zu ihrem Stammhaus erkoren hat, kennt man hier bereits in der Rolle. Die Sopranistin hat die Arabella schon in der vorangegangenen, eher anfechtbaren Inszenierung von Andreas Homoki verkörpert. Ihr aktueller Mandryka ist nun Thomas J. Mayer, auf der Bühne des Nationaltheaters zuletzt als Wagners Wotan aktiv. „Arabella“ ist bekanntlich ein Münchner Repertoire-Filetstück. Legendäre Aufführungen gab es hier, man denke nur an Dietrich Fischer-Dieskau in der männlichen Hauptrolle, der Arabellas wie Lisa della Casa oder Julia Varady bezirzte. markus thiel

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