Kochen mit Kräutern

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Erfrischend: Frischkäseröllchen mit Brennnesselblättern.

Wiesndudler. ½ l Apfelsaft.

3 Stängel Brennnessel

5 Stängel Giersch

1 Stängel Pfefferminze

Zubereitung:

Kräuter mit dem Apfelsaft in einen offenen Krug geben und alles zusammen mindestens eine Stunde ziehen lassen. Mit Mineralwasser je nach Geschmack aufgießen. Andrea Süßmuth mischt den Wiesndudler 1:1.

Brennnesselfrischkäseröllchen

Brennnesselblätter

2 Meerrettichblätter

175 g Frischkäse

Salz und Pfeffer

eventuell noch etwas Kren

Zubereitung:

1. Die Brennnesselblätter abwaschen, in ein Küchentuch geben und schlagen, damit die Brennhaare umgebogen werden. So verflüchtigt sich die brennende Ameisensäure.

2. Meerrettichblätter waschen. Fein schneiden. Je feiner, desto mehr ätherische Öle werden freigesetzt.

3. Die Meerrettichblätter mit dem Frischkäse und den Gewürzen, eventuell noch etwas Kren vermischen. Von den Brennnesselblättern den Stil entfernen. Die Masse auf die Brennnesselblätter geben und einrollen. Eventuell mit einem Zahnstocher zusammenhalten. Die Röllchen am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Gebackene Kräuterstängel

für den Teig:

300 g Mehl

2 Eier

350 g Milch

Salz

Pfeffer

außerdem:

Olivenöl

Gänsefingerkrautstängel

Zubereitung:

1. Einen Teig herstellen.

2. Dann die Gänsefingerstängel in den Teig tauchen und in Olivenöl rausbacken. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Im Ofen bei 50 Grad warmhalten, bis alle Stängel rausgebacken sind.

Tipp: Der Gänsefingerkrautstängel eignet sich deshalb so gut, weil man das Gebäck am Stil herausnehmen kann. Man kann aber auch gut Brennnessel, Sauerampfer etc nehmen.

dazu passt: Bayerisches Tzaziki

500 g Joghurt

100 g Klettenlabkraut

10 Blätter Boretsch

Salz und Pfeffer

etwas gemahlener Knoblauch

Zubereitung:

1. Die Kräuter am besten mit einem Wiegemesser klein schneiden.

2. Dann die Kräuter zum Joghurt geben und würzen.

Tipp: Mit den Gewürzen sparsam umgehen, damit diese den Geschmack der Kräuter nicht übertünchen.

Rosen-Melissen-Sauce für Desserts

1 Handvoll Rosenblätter von einer Duftrose (ohne Stil, der ist bitter)

500 g heller Rohrzucker

½ l Wasser

½ Biozitrone

etwas Melissenkraut

eventuell etwas Johannisbeersirup

Zubereitung:

Alles zusammen aufkochen und etwas einkochen lassen. Dann die Blätter abgießen. Der Sirup hält sich in frisch ausgekochten Flaschen circa 6 Monate. Wer will, gibt noch etwas Johannisbeersirup dazu. Das macht eine schöne Farbe.

Tipp: Die Sauce schmeckt gut zu Eis oder Pudding.

Tipps im Umgang mit Kräutern

-Kräuter erntet man am besten am Wegrand von Bioäckern

-Morgens ernten, da enthalten die Kräuter viele ätherische Öle. Melisse ist noch besser, wenn sie erst mittags gepflückt wird, da ist das Aroma besonders intensiv.

-Kräuter immer erntefrisch verarbeiten. Je später sie verwendet werden, desto weniger Inhaltsstoffe haben sie.

-Nur so viel sammeln, wie man auch benötigt.

-Nie ganze Bestände abernten. Bei vereinzelt auftretenden Pflanzen dürfen nur wenige Teile geerntet werden.

-Körbe und Papiertüten zum Transportieren der Pflanzen benutzen. Papiertüten schützen vor Austrocknung. Ein stabiler Korb schützt die Pflanze.

Mehr steht in „Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen“, Astrid Süßmuth und Steffen Fleischhauer. Soeben erschienen im AT-Verlag. 20 Euro.

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