Keine Gefahr eines Deckeneinsturzes

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- Mühldorf (hon) - Die Katastrophe von Bad Reichenhall hat für die Sicherheitskontrollen an öffentlichen Gebäuden in Mühldorf keine direkten Konsequenzen. Das erklärte Bürgermeister Günther Knoblauch gestern auf Nachfrage.

Vor allem der Stadtsaal, das Hallenbad und Turnhallen haben große freispannende Decken, wobei die Decken von Hallenbad und Stadtsaal neu sind. Trotzdem kontrolliert das Bauamt der Stadt regelmäßig alle Gebäude. "Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und gehen dem nach", betont Knoblauch. Deshalb sei die Stadt auf der sicheren Seite: "So eine Decke fällt nicht aus heiterem Himmel runter." Nässe, Rost, faulende Holzbalken seien Hinweise, die auf Gefahr hindeuteten. Solange das Stadtbauamt diese Hinweise bei den jährlichen Inspektionen im Rahmen der Kostenplanung für den Haushalt nicht entdecke, bestehe aus statischer Sicht keine Gefahr.

Trotzdem beobachtet die Stadt laut Knoblauch auch die aktuelle Wetterlage - und gibt erneut Entwarnung. Nach den statischen Vorschriften müssen Flachdächer in der Region Dachlasten bis zu 30 Zentimeter Nassschnee auf einem Quad-ratmeter tragen; das entspricht einer Belastung von 100 Kilo. "Wir haben aber eine Sicherheit vom Vier- bis Fünffachen drin", sagt Knoblauch. Damit tragen die Dächer nach seinen Angaben auch 1,20 Meter Nassschnee. "Und den haben wir nicht."

In der Vergangenheit hätten die Kontrollen immer wieder zu Konsequenzen geführt, sagt Knoblauch und nennt als Beispiele die Heufeldbrücke zum Flugplatz und den alten Stadtsaal. Beide seien nach den normalen Kontrollen gesperrt worden, weil sie aus verschiedenen Gründen den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügt hätten.

Vom Mühldorfer Landratsamt gab es gestern keine Auskunft zum Zustand der Turnhallen oder Schulen, für die der Landkreis zuständig ist. Wegen der Urlaubszeit gab es keinen Ansprechpartner im Landkreisbauamt, erklärte Pressesprecherin Martina Wimbauer.

Siehe auch Bericht auf Seite 11.

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