Jahrhundert-Hochwasser befürchtet

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- Mühldorf (sb) - Während des gestrigen Nachmittags meldete das Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim stündlich rasant steigende Pegel am Inn. Im Landkreis Mühldorf waren als erste Gemeinden Gars, Jettenbach und Kraiburg betroffen. In Mühldorf rechnete die Feuerwehr mit der Spitze der Flut zwischen 22 und 24 Uhr.

Die Krisenstäbe im Landratsamt Mühldorf und der Stadt Mühldorf tagten am gestrigen Nachmittag ab 13 Uhr. Geschäftsstellenleiter Max Heimerl und Abteilungsleiter Herbert Hoch hielten im Landratsamt die Fäden zusammen. Katastrophenalarm musste im Landkreis aber nicht ausgelöst werden.

Bürgermeister Günther Knoblauch und Mühldorfs Feuerkommandant Günther Starzengruber und sein Stellvertreter Utho Steinmetz beobachteten die Lage für die Stadt Mühldorf im Feuerwehrhaus.

Gegen 17 Uhr zeichnete sich in Mühldorf ab, dass der Inn an das Hochwasser aus dem Jahr 1985 anknüpfen würde. Im gleichen Zeitraum wurde die Bevölkerung in Gars, Jettenbach und Kraiburg aufgefordert, die Keller zu sichern.

Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt prognostizierte das Wasserwirtschaftsamt einen Pegelstand des Inns in Mühldorf von 7,66 Meter.

Bürgermeister Günther Knoblauch und Kommandant Günther Starzengruber ordneten gestern gegen 17.30 Uhr an, die Sandsäcke im Bauhof in Mühldorf zu befüllen. 12000 Sandsäcke stehen in Mühldorf zur Verfügung. Die Stadt hat erst im letzten Jahr 3000 neu gekauft.

Gesichert wurden als erste die Friedhofsstraße und Teilbereiche an der B12 bei der Innfähre. Dann mussten sich die Mühldorfer Feuerwehrler auf eine lange Nacht einrichten. Immer im Blick waren die Pegelstände, die laufend vom Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim durchgegeben wurden.

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