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„In meinem Baumhaus“

Krebskranker Bub aus Karlsruhe widmet seiner Mutter Mut-Mach-Song kurz vor seinem Tod

  • VonAnna Lorenz
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Es rührt zu Tränen. In dem Wissen, dass sein Leben vom Knochenkrebs bestimmt sein wird, steht Milas am Mikrofon neben Rapper Mr.Eist33 – und singt für seine Mutter, damit sie Mut findet.

Karlsruhe – „Hallo, ich bin der Milas, ich bin dreizehn Jahre alt und meine Lieblingsfarbe ist blau.“ Es ist traurig. Traurig-schön. Voller Zuversicht in der Stimme stellt sich der Bub aus Karlsruhe zu Anfang von „In meinem Baumhaus“, einem Lied für seine Mutter, vor. Einem Lied, dass ihr Mut geben soll, für die Zeit, wenn Milas nicht mehr ist. „Meine Krankheit ist das Ewing Sarkom und das ist Krebs in den Knochen“, sagt der Junge dann.

Krebskranker Bub rappt Mutter eigenen Mut-mach-Song „In meinem Baumhaus“

„Ich sitze irgendwann in meinem Traumhaus, hoch oben in den Wolken in meinem Baumhaus. Schick dir Regenbögen, denn dann lächelst du“, lauten einige der berührenden Zeilen des Liedes „In meinem Baumhaus“. Torsten Kreb vom Jugendtreff in Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) hatte mit Milas besprochen, was den Song füllen sollte, bevor er ihn textete.

Kreb war es auch, der Milas in Kontakt mit Rapper Mr.EisT33 brachte, mit dem der, an Knochenkrebs erkrankte 13-Jährige das Lied aufnahm. Die Radiosender RPR1 und Radio Regenbogen spielten am Morgen des Mittwochs (12. Oktober 2022) den Song schließlich zur besten Sendezeit.

Am Samstag (15. Oktober 2022) dann die Mitteilung: In der Nacht nach seinem 14. Geburtstag starb der junge Milas und sei, wie Kreb es ausdrückte, jetzt auf dem Weg in sein Baumhaus. Dieses sei für Milas der Himmel, in dem er alle Menschen trifft, die vor ihm gestorben sind, hieß es. Während Milas die physische Welt verlassen hat, bleibt „In meinem Baumhaus“ aber zum Trost und zeigt bereits in den ersten Zeilen, wie tapfer und liebevoll der Junge war: „Seid nicht traurig, wenn ich mal weg bin – Seid lieber glücklich, dass ich jetzt grade da bin.“ Das Lied ist auf den Streamingdiensten Spotify und YouTube Music abrufbar und wird dort tausendfach gehört. Die Einnahmen sollen der Krebsforschung zufließen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Shotshop

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