Immer mehr Fundtiere in der Auffangstation für Reptilien in München

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Auch die Münchner Auffangstation für Reptilien muss immer mehr Schlangen und Co.

in ihren Räumen im Veterinärmedizinischen Institut der Universität aufnehmen. „Wir haben als größte Reptilienauffangstation Deutschlands heuer schon 178 Fundtiere bekommen“, sagt Sprecherin Petra Taint.

Ausgesetzte Tiere seien es 41 gewesen. „Darunter befinden sich 25 Schlangen wie sieben junge Boa constrictor und 16 junge Morelia spilota, die an einer Mülltonne aufgefunden wurden.“ Unter den Fundtieren sind 15 Schlangen, wovon etwa die Hälfte einheimische, die andere Hälfte exotische Schlangen sind. „Zwei konnten wir an die Besitzer zurückgeben, die ihre Schlangen freudig wieder entgegennahmen“, sagt Taint.

„Aktuell haben wir 70 Königspythons, 80 Kornnattern und 60 Boa constrictor im Bestand.“ Diese große Anzahl liege vor allem daran, weil die Weitervermittlung so schwierig sei. „Das ist gerade für weniger süße und niedliche Tierarten wie Schlangen sehr aufwendig“, erklärt Taint.

Fast täglich rufen Personen die Auffangstation an oder schreiben E-Mails, weil sie Schlangen in freier Natur beobachtet hätten. Das seien aber meist einheimische und die Leute würden diese nicht als solche erkennen. „Wir bestimmen dann die Schlangen und verweisen auf unsere Internetseite www.reptiliernauffangstastion.de, wo wir unter der Rubrik ,Keine Angst vor einheimischen Schlangen‘ aufklären“, sagt Taint. Diesen Sommer sei die Zahl solcher Sichtungen „enorm“ gewesen. „Wir verfügen aber leider nicht über belastbare Zahlen, weil dies im Tagesgeschäft ,so nebenbei‘ passiert.“ angelika Mayr

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