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Protest gegen Leistungskürzungen

Hausärzte im Ausstand: So lange bleiben die Praxen zu

Ein Arzt untersucht ein junges Mädchen, das im Alter von zehn Monaten einen Schlaganfall erlitten hat.
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SYMBOLBILD: Ein Arzt untersucht ein junges Mädchen, das im Alter von zehn Monaten einen Schlaganfall erlitten hat.

Wer morgen (Montag, 10. Oktober 2022) zum Haus- oder Facharzt will, könnte vor verschlossenen Türen stehen. Die Mediziner sind im Streik. Wie lange der Ausstand dauert und was steckt dahinter, erfahren Sie hier.

Am Montag, 10. Oktober 2022, bleiben überall in Deutschland Haus- und Facharztpraxen von 8 bis 10 Uhr geschlossen. Die Mediziner protestieren – etwa gegen Leistungskürzungen, die die Bundesregierung plant.

Neben der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) haben zahlreiche ärztliche und psychotherapeutische Berufsverbände dazu aufgerufen. Der Protest richtet sich besonders gegen die Streichung der Neupatientenregelung aus dem Jahr 2019. Wird die vorgenommen, würden die Ärzte künftig nur noch bis zu einer bestimmten Obergrenze von Patienten bezahlt.

„Das Maß der politischen Zumutungen aus Berlin ist voll“, sagt Dr. Wolfgang Krombholz, KVB-Vorsitzender und Allgemeinarzt aus Isen im Kreis Erding. „Ein Beispiel ist die Rücknahme der Neupatientenregelung, die Praxen feste Preise für den höheren Aufwand bei der Aufnahme neuer Patienten und Analyse ihrer Krankheitsgeschichte garantiert hat.“

Dass Karl Lauterbach (SPD) der Regel vor drei Jahren zugestimmt hat und sie jetzt als Gesundheitsminister rückgängig machen möchte, kritisiert Krombholz: „Diese Kurswechsel sorgen für Frust in den Praxen.“ Die Mediziner ärgern sich auch über noch ausstehende Corona-BonusZahlungen und zu geringe Honorarsteigerungen. Zudem gibt es noch eine Sorge: „Die Inflation trifft auch Praxen“, sagt Krombholz. „Zum Ausgleich können sie nicht einfach höhere Preise verlangen wie andere Berufsgruppen, weil sie an den EBM, ein einheitliches Vergütungssystem, gebunden sind. Es ist ein Skandal, wenn die Krankenkassen Nullrunden für die Praxen fordern, während Inflation und Energiekrise deren Betriebskosten exorbitant ansteigen lassen.“

Wenn Praxen am Montag geschlossen haben, soll die Notversorgung trotzdem weiter gewährleistet bleiben. (ujk/MM)

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