NEUE EU-VERORDNUNG

Handwerkerverband warnt vor WhatsApp

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WhatsApp wird häufig nicht nur zu privaten, sondern auch zu beruflichen Zwecken genutzt.

So kommunizieren viele Handwerker mit dem Messenger. Dabei werden auch Fotos von Arbeitsfortschritten mit Kollegen oder Zulieferern geteilt. Diese Praxis ist hinsichtlich der neuen Datenschutzverordnung der EU (DSGVO) mehr als fragwürdig. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) rät deshalb jetzt von der dienstlichen Whats-App-Nutzung ab.

Hintergrund: WhatsApp und sein Mutterkonzern Facebook bekommen durch die Übermittlung von Bildern und Auftragsinformationen Zugriff auf diese Daten. Da darunter auch Kundendaten fallen können, verstößt diese Praxis gegen die Pflicht zur sicheren Datenübermittlung. Laut ZDH können Firmen deshalb sogar verklagt werden.

Und noch eine wichtige Auswirkung der DSGVO: Jeder Betreiber einer Website, die nicht ausschließlich privaten oder familiären Zwecken dient, muss seine Seite an die neuen Datenschutzregeln anpassen. Das gilt von US-Riesen wie Google oder Facebook bis zum Handwerker, der auf einer Internetseite über seine Angebote informiert.

Zu den erforderlichen Maßnahmen gehören die Umstellung auf den abgesicherten Übertragungsmodus SSL, ein Hinweis auf die Cookie-Dateien, die Nutzerdaten speichern, die Zustimmungspflicht in Formularen und der Einbau einer Datenschutzerklärung. Sie muss unter anderem darlegen, welche kritischen Bestandteile wie Google Maps, Google Fonts, Facebook-Likes oder Newsletter-Abos die Seite enthält.

Wer die Änderungen bisher versäumt hat, erfährt hier, was alles erledigt werden muss: bit.ly/daten-dsgvo. Betreibern von Internetseiten drohen Kostenforderungen von Abmahnanwälten, sofern die Websites nicht den Vorgaben entsprechen. Jörg Heinrich

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