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Auf den Geschmack gebracht

Elektrische Glimmstängel machen Jugendliche süchtig nach konventionellen Zigaretten. Los Angeles – Elektrische oder E-Zigaretten, die als vermeintlich gesunde Alternative zu Tabakprodukten angeboten werden, scheinen sich sich bei Jugendlichen aus den USA immer mehr zur Einstiegsdroge für das Rauchen zu entwickeln.

Wie das deutsche Ärzteblatt unter Berufung auf das US-amerikanische Ärzteblatt mitteilt, ergab eine Langzeitstudie, dass Zehntklässler viermal häufiger zu den Verbrennungs-Zigaretten griffen, wenn sie als Neuntklässler bereits Erfahrungen mit E-Zigaretten gemacht hatten.

Eine E-Zigarette, das ist: ein Akku, ein Verdampfer mit einem Heizdraht, ein Tank für die meist nikotinhaltige Flüssigkeit und ein Mundstück. Auf den ersten Blick wirkt es eher, als ziehe jemand an einem übergroßen Metallkugelschreiber. Die Geschmackspalette scheint unbeschränkt: Von Cappuccino über Schokolade bis Pina Colada sind Hunderte Varianten zu haben.

200 Millionen Euro Umsatz machten die deutschen Händler mit E-Zigaretten nach Branchenangaben im vergangenen Jahr, doppelt so viel wie im Vorjahr. In diesem Jahr werden 300 Millionen Euro erwartet.

Elektrische Zigaretten setzen das Nikotin durch Verdampfen aus einer Flüssigkeit frei. Dabei kommt es anders als beim Verbrennen von Tabak in Zigaretten nicht zur Bildung von zahllosen Schadstoffen, die für die Krebsentstehung und andere Erkrankungen verantwortlich sind. Die Hersteller von E-Zigaretten halten ihre Produkte deshalb für unschädlich und wehren sich gegen eine stärkere Reglementierung.

Unbestritten sei laut deutschem Ärzteblatt allerdings, dass Nikotin die suchterregende Substanz in Tabak- und in E-Zigaretten ist. „Auch E-Zigaretten machen vermutlich abhängig, und für viele Experten stellt sich die Frage, ob die Jugendlichen bei den E-Zigaretten bleiben oder später doch auf Tabak umsteigen“, so die Autoren.

Adam Leventhal von der Keck School of Medicine in Los Angeles hatte in einer Langzeituntersuchung 2530 Schüler der neunten Klasse über ein Jahr begleitet. In diese Zeit fällt bei vielen Jugendlichen in den USA ein Schulwechsel, was erfahrungsgemäß den Anteil der Raucher steigert. Dies war auch bei den Konsumenten von elektrischen Zigaretten der Fall.

Der Anteil der Tabakraucher war in dieser Gruppe bereits am Ende der neunten Klasse auf 31 Prozent gestiegen gegenüber acht Prozent unter den Schülern, die zuvor keine Erfahrungen mit E-Zigaretten gemacht hatten. Zu Beginn der zehnten Klasse betrug das Verhältnis 25 gegenüber neun Prozent. mm/dpa

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