"Was ist in mich gefahren?"

Vergewaltigung in Frankfurter Altenheim: Mann hat sich an Bewohnerin vergangen

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Schock nach Vergewaltigung im Altenheim

In einem Altenheim soll ein 66-jähriger Mann eine Bewohnerin vergewaltigt haben. Er selbst ist entsetzt über die eigene Tat.

Frankfurt – "Ich kann es mir nicht erklären, was in mich gefahren ist", sagte der Angeklagte zu dem geradezu ungeheuerlichen Tatvorwurf, der ihm gestern vor dem Landgericht Frankfurt von der Staatsanwaltschaft gemacht wurde. Der 66 Jahre alte Bewohner einer Seniorenunterkunft im Stadtteil Eckenheim muss sich wegen eines schweren sexuellen Übergriffs auf eine betagte, schon 88 Jahre alte Mitbewohnerin vor der Strafkammer verantworten.

Frankfurt: Vergewaltigung im Altenheim 

Die Tat datiert auf Februar dieses Jahres - am Tattag kam der Mann in die Wohnung des Opfers, was grundsätzlich nicht ungewöhnlich war, half er der betagten Dame doch immer wieder einmal mit Handwerksarbeiten aus. An jenem Tag aber hatte er vorher bereits sechs bis acht Flaschen Bier getrunken und anderes im Schilde. Rasch riss er der Frau das Notrufarmband ab und stürzte sich auf die Seniorin. Das, was folgte, ist zumindest juristisch gesehen eine Vergewaltigung, so die Anklage.

Zu Prozessbeginn legte der Angeklagte somit ein umfassendes Geständnis ab, was der psychisch noch immer stark in Mitleidenschaft gezogenen Frau den Zeugenauftritt vor Gericht ersparen wird. Die schon zugestellte Ladung ist damit obsolet geworden.

Prozessbeginn: Sicherungsverwahrung in der Psychiatrie 

Für den Mann auf der Anklagebank geht es nach zahlreichen Vorverurteilungen wegen diverser Sexualstraftaten um eine mögliche Sicherungsverwahrung in der Psychiatrie. Ein Sachverständiger wird der Strafkammer sein Gutachten vorstellen. Darüber hinaus wird auch der Alkohol in der Beweisaufnahme eine Rolle spielen - möglicherweise war die Schuld- und Steuerungsfähigkeit des Täters eingeschränkt.

Opfer und Täter kannten sich seit rund sieben Jahren. Der Angeklagte kam damals nach Verbüßung einer längeren Haftstrafe in die betreute Wohneinheit. Vor Gericht berichtete er von einer gutnachbarschaftlichen Atmosphäre, die in der Eckenheimer Einrichtung geherrscht habe - und die an jenem Februartag empfindlichen Schaden genommen hatte.

Das Landgericht in Frankfurt* hat bisher insgesamt vier Verhandlungstage eingeplant. Ende September soll der Prozess demnach abgeschlossen werden. 

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Ebenfalls in Frankfurt ist ein junger Mann zusammengeschlagen und in den Main geworfen worden. Die Polizei sucht nach Zeugen des Vorfalls. An der Konstablerwache kam es zu einem Großeinsatz der Polizei. Auslöser war ein „bewaffneter“ Mann. In Limburg ist ein Schulpfarrer regelmäßig in die Sauna gegangen – um dort zu onanieren. Jetzt ist der Mann in den Ruhestand geschickt worden, wie fnp.de* berichtet. 

Auch Interessant: Zwei Tornados in der Bucht von Palma de Mallorca gefilmt*

*fnp.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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