Corona-Patienten ganz in der Nähe

Gewaltige Gas-Explosion an russischem Krankenhaus - Video zeigt Inferno

In der russischen Stadt Tscheljabinsk ist ein Sauerstofftank in der Nähe eines Krankenhauses für Corona-Patienten explodiert.
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In der russischen Stadt Tscheljabinsk ist ein Sauerstofftank in der Nähe eines Krankenhauses für Corona-Patienten explodiert.
  • Luisa Billmayer
    vonLuisa Billmayer
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Heftige Explosion in Russland: Ein Sauerstofftank ging in der Nähe eines Krankenhauses aus bisher ungeklärten Gründen in die Luft.

  • In der russischen Stadt Tscheljabinsk kam es zu einer Explosion in der Nähe einer Klinik für Corona-Patienten.
  • Dabei explodierte ein Tank mit medizinischem Sauerstoff. Auch umliegende Häuser wurden beschädigt.
  • Verletzte gab es keine. Die Patienten konnten verlegt werden.

Tscheljabinsk - Ein Tank mit medizinischem Sauerstoff ist an einem russischen Krankenhaus für Corona-Patienten explodiert. Videos zeigen das Ausmaß der Explosion, die sich am Samstag (31 . Oktober) in der Stadt Tscheljabinsk am Ural ereignet hat. Die Wucht beschädigte auch umliegende Häuser. Das teilten die Behörden mit. Menschen wurden demnach nicht verletzt. Die 160 Patienten seien in ein anderes Krankenhaus oder in ein Gebäude des städtischen Stadions gebracht worden.

Explosion in Russland: Video zeigt Ausmaß des Vorfalls

Wie es zu der Explosion etwa 1500 Kilometer östlich von Moskau kommen konnte, war zunächst unklar. Die Behörden teilten der Staatsagentur Tass zufolge mit, dass die Ausrüstung zur Versorgung von Patienten mit Sauerstoff erst in den vergangenen Tagen installiert worden sei.

Corona in Russland: Mehr als 1,6 Millionen Menschen haben sich infiziert

In Russland steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Wochen rasant. Am Samstag wurden mehr als 18.000 neue Fälle gemeldet. Mehr als 1,6 Millionen Menschen haben sich der offiziellen Statistik zufolge seit Beginn der Pandemie infiziert. In vielen Städten und Regionen werden nun provisorische Krankenhäuser eingerichtet.

Russland hofft, dass sich die Situation nach Beginn von Massenimpfungen entspannen wird. Sie könnten zum Jahresende beginnen, erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin vor Kurzem. Bislang sind zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus registriert worden. Allerdings laufen parallel noch wichtige Tests, um deren Sicherheit und Wirksamkeit zu überprüfen. Das Serum „Sputnik V“ war das weltweit erste, das eine Freigabe für eine breite Anwendung in der Gesellschaft bekam.

Corona in Russland: Putin räumt Probleme bei Impfstoffproduktion von „Sputnik V“ ein

Putin räumte bei dem Investitionsforum Russia Calling ein, dass es Probleme in der Industrie bei der Massenproduktion eines Impfstoffes gebe. Mitunter fehle die „notwendige Ausrüstung“, etwa die Hardware, sagte er bei der Fragerunde, ohne Details zu nennen.

Auch in Europa nimmt das Infektionsgeschehen wieder zu. Die deutsche Bundesregierung hat einen zweiten Lockdown beschlossen: einen „Lockdown light“. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Corona-Regeln für den Freistaat verschärft umgesetzt. Auch in Österreich soll ein zweiter Lockdown kommen. Erste Details über die Vorhaben des Kanzlers Sebastian Kurz sind durchgesickert. (lb mit dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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