60-Jähriger hatte Glück

Blinder Brite hört Lärm im Bad, dann ertastet er ein bedrohliches „Ding auf dem Boden“

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Seit seiner Geburt ist Stuart Saunders blind, sein Tastsinn ist dafür umso besser. Doch das, was sich dort den Weg in sein Bad bahnte, hatte selbst Saunders noch nie berührt.

Exeter/Großbritannien - Es ist kein Geheimnis, dass sich blinde Menschen in den meisten Fällen auf ihren Tastsinn ein Stück weiter besser verlassen können. Aber was passiert eigentlich, wenn etwas scheinbar Übermächtiges sich im eigenen Badezimmer verirrt hat, das man bis dato jedoch noch nie berührt hatte? Genau diese schreckhafte Erfahrung musste Stuart Saunders machen.

Ein lautes Scheppern im Bad hatte den 60-Jährigen hellhörig gemacht. Als er die Badezimmertür aufreißt, tastet sich Stuart langsam voran. Zunächst erfühlt der Mann seine Zahnbürste, ein Glas, ein Shampoo, dann gerät ihm die böse Überraschung in die Finger. 

„Als ich die Sachen aufhob, war da dieses Ding auf dem Boden, als sei die Isolierung von der Decke gekommen“, erzählt Stuart gegenüber „Devon Live“. Die einzig logische Erklärung für ihn: ein Schaumstoff-Rohr. Der 60-Jährige drückt und drückt, doch das vermeintliche Rohr lässt sich keinen Millimeter verschieben. Es bleiben zunächst ein ratloser Stuart und etwas Monströses im Bad zurück.

Sozialarbeiter eilt zur Hilfe

Hilfesuchend ruft er seinen Sozialarbeiter Jason an. „Ich hab da ein Riesen-Chaos im Bad“, erzählt er ihm. Der Sozialarbeiter machte sich nichtsahnend auf den Weg. Was er vorfindet, hätte sich Jason wohl nicht in seinen Träumen, beziehungsweise Albträumen vorstellen können: „Ich musste noch einmal raus und wieder rein gehen, um das zu kapieren.“

Ein zweieinhalb Meter langer Python hatte den Weg ins Badezimmer gefunden. Mutmaßlich kam der Gast der etwas anderen Art über die Toilette in die Wohnung des Briten. Für Stuart eine vollkommen neue Erfahrung, bisher hatte er noch nie in seinem Leben ein Reptil berührt. 

Sofort verständigten die beiden Männer die Polizei, die dank der Unterstützung von Spezialisten das Tier aus dem Bad holen konnte. Ob sich der 60-Jährige womöglich sogar ein „Déjà-fühl“ mit einem Reptil wünscht? Gut vorstellbar. Stuart zeigte sich kurz nach dem Vorfall bereits bestens gelaunt: „Mein Gott, ich hatte noch nie eine Schlange im Bad“, grinst er. 

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cen

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Oliver Berg

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