ENDE DER SERIE „BERUFSKRANK“

Ende der Serie „Berufskrank“ Viele Menschen leiden unter ihrem Arbeitsalltag.

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Prof. Joachim Meyerist Leiter des Lungen- zentrums München

Viele Menschen leiden unter ihrem Arbeitsalltag. In der letzten Folge unserer Serie „Berufskrank“ geht es um die gesundheitlichen Risiken, die ein Gerät nach sich ziehen kann, das Büroangestellte gut kennen: die Klimaanlage.

Was dann zu tun ist, erklärt Prof. Joachim Meyer, Leiter des Lungenzentrums München der Kliniken Bogenhausen und Harlaching.

Typische Symptome

Es ist die Diskussion im Büro: Klimaanlage – ja oder nein? Oft kühlt, säubert und befeuchtet eine Klimaanlage die Raumluft und führt so zu einer gesunden Umgebung. Doch ihr Einsatz kann auch gesundheitliche Beschwerden nach sich ziehen. Eine Untersuchung bei französischen Frauen mit einem klimatisierten Arbeitsplatz zeigte mehr HNO-Arztbesuche, Krankheitstage und sogar Klinikaufenthalte. So kann es zum Beispiel in einem zu stark gekühlten Büro mit Zugluft zu Muskelverspannungen und Erkältungen kommen. Atmet man die trockene und kalte Luft ein, können Husten und Kurzatmigkeit vor allem bei Patienten mit einem überempfindlichen Bronchialsystem, wie bei Asthma, die Folge sein. Außerdem kann die Haut im Gesichts- und Halsbereich austrocknen. Auch genießen wärmeliebende Schimmelpilze und feuchtigkeitsliebende Bakterien die Bedingungen der Klimaanlagen: So können zum Beispiel Legionellen und Actinomyceten zu Lungenentzündungen führen.

Wichtige Therapieschritte

Kratzt oder brennt es im Hals, ist der Rachen gerötet oder fühlt er sich trocken an, sind Halsschmerzen meist häufige Folgen. Durch die trockenen Schleimhäute im Hals können später auch ein Reizhusten und Schluckbeschwerden auftreten. Hierbei ist stets zu beachten: All die Symptome zeigen sich oft erst nach einigen Stunden. Schon beim kleinsten Anzeichen sollte man ausreichend trinken: Das befeuchtet die Mund- und Rachenschleimhäute und gleicht den Flüssigkeitsverlust aus. Hat der Patient bereits mit Husten, Kurzatmigkeit, Fieber und Auswurf zu kämpfen, sollte er umgehend einen Arzt aufsuchen.

Richtiges Verhalten für die Zukunft

Sitzt man täglich in einem klimatisierten Raum, sollte man darauf achten, dass im Büro eine adäquate Temperatur sowie Feuchtigkeit herrschen. Jeder Angestellte sollte zudem geeignete Kleidung tragen, viel trinken und jedwede Zugluft meiden. Durch vermehrte Tränenflüssigkeit lassen sich ausgetrocknete Augen (Office-eye-syndrome) besser kontrollieren. Darüber hinaus sollte der Arbeitgeber darauf achten, dass Klimaanlagen regelmäßig gereinigt und gewartet werden, um Luftverunreinigungen auszuschließen.

      Text: Angelika Mayr    

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